Die im Jemen ansässige Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap) hat sich zu dem Terrorangriff auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" bekannt.

Es wurden Helden rekrutiert, und sie haben gehandelt", erklärte einer der Anführer von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel, Nasser Ben Ali al-Anassi, in einem im Internet erschienenen Video.

Der Anschlag sei auf Befehl von Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri verübt worden. Aqap habe den Anschlag geplant, finanziert und das Ziel ausgesucht, sagte er weiter. Der Angriff sei eine Rache für die Beleidigung des Propheten Mohammed.

Die beiden islamistischen Terroristen Chérif und Saïd Kouachi hatten laut Augenzeugen bei der Tat angegeben, im Auftrag von Aqap zu handeln. Der Ältere der beiden soll in einem jemenitischen Ausbildungslager von Al-Kaida gewesen sein.

Der bei dem Attentat getötete frühere Redaktionsleiter von "Charlie Hebdo", Stéphane Charbonnier, stand zudem in dem digitalen Dschihadisten-Magazin "Inspire" auf einer "Fahndungsliste". Das Magazin wird von Aqap herausgegeben.

Die Terrorgruppe ist einer der aktivsten Ableger des weltweit agierenden Al-Kaida-Netzwerks. Die sunnitischen Extremisten nutzen den instabilen Jemen unter anderem als Rückzugsort und Rekrutierungsbecken. Im Jemen verüben sie immer wieder Anschläge. (far/dpa/AFP)