Die Affäre um dubiose Wahlkampfspenden aus der Schweiz an die AfD gibt nach einem Medienbericht neue Rätsel auf.

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Nach Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR sind mindestens 12 der 14 Spender, deren Namen die AfD dem Bundestag genannt hat, untereinander verwandt oder befreundet.

Ihre Namen stünden auch auf anderen AfD-Spenderlisten. Dem Bericht zufolge haben mehrere von ihnen bei der Polizei ausgesagt, nur Strohleute zu sein.

Gegen die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, und andere Mitglieder ihres Kreisverbandes am Bodensee wird wegen Spenden von 132.000 Euro ermittelt. Sie waren 2017 in mehreren Tranchen von einer Schweizer Pharmafirma auf Konten des Kreisverbandes überwiesen worden. Die AfD zahlte das Geld später zurück.

AfD-Spenden-Skandal: Zweifel an der Liste

Die Staatsanwaltschaft Konstanz geht dem Verdacht nach, dass die Liste mit den Spendernamen in Teilen unrichtig ist. Vernehmungen hätten Zweifel an den Spendernamen bestätigt, hieß es im Februar.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte sich am Freitag unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht zu den neuen Details äußern. Man müsse bei den Ermittlungen "eher mit Monaten als mit Wochen rechnen".

Sprecher: Weidel kennt Personen von der Liste nicht

Ein Sprecher Weidels sagte auf Anfrage zu dem neuen Bericht: "Frau Weidel kennt keine der Personen, die auf der Liste aufgeführt sind." Diese habe die Pharmafirma angefertigt. So hatte sich Weidel auch vorher schon geäußert.

Ihr Anwalt Gerhard Strate erklärte, er könne auch nach Lektüre der staatsanwaltlichen Akten "kein rechtswidriges oder gar strafbares Verhalten" seiner Mandantin erkennen.  © dpa

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