Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben drei mutmaßliche iranische Soldaten festgenommen, die angeblich mit einem mit Sprengstoff beladenen Boot in das Hoheitsgebiet des Königreiches eingedrungen sind.

Laut dem saudi-arabischen Kultur- und Informationsministerium sollen drei iranische Männer einen terroristischen Akt vorbereitet haben.

Die Männer, angeblich Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden, seien bereits am Freitagabend festgenommen worden, als ihr mit Waffen beladenes Boot auf eine saudi-arabische Öl-Plattform im persischen Golf zusteuerte, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme, aus der der arabische Nachrichtenkanal "Al-Arabija" am Montag zitierte.

Das US-Militär schießt einen syrischen Kampfjet ab.


Bei dem Vorfall seien trotz Warnschüssen der saudischen Marine zwei weitere Boote der Küstenwache entkommen.

Wie "Spiegel Online" berichtet, sei das mit Sprengstoff beladene Boot von iranischen Elitesoldaten mit hoher Geschwindigkeit auf das Mardschan-Ölfeld vor der Küste Saudi-Arabiens zugesteuert worden.

Das Innenministerium in Teheran dementiere die Vorwürfe und erklärte, es handle sich bei den Festgenommenen nicht um iranische Soldaten.

Rivalen am Golf

Saudi-Arabien und der Iran sind Erzrivalen und ringen im Nahen Osten um Einfluss. Sie stehen sich indirekt in mehreren Konflikten der arabischen Welt gegenüber - zum Beispiel in Syrien oder dem Jemen.

Zuletzt hatte sich der Ton zwischen beiden Ländern weiter verschärft. Der Konflikt um das Emirat Katar führte zu ernsten Spannungen zwischen den regionalen Großmächten.

Saudi-Arabien hatte im Verbund mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Ägypten dem Nachbarstaat vorgeworfen, Terroristen zu unterstützen.

Zudem wurde dem Land eine Zusammenarbeit mit dem Iran unterstellt.

Daraufhin wurden die diplomatischen Beziehungen abgebrochen und die Grenzen zu dem Land geschlossen. Seitdem kämpft das Emirat mit den Folgen der Blockade.

(sh/dpa)



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