Im Jahr 2017 zählte die EU 3,1 Millionen legale Zuwanderer. In Deutschland sind das vor allem Flüchtlinge.

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Rund 3,1 Millionen Menschen aus aller Welt haben 2017 in der Europäischen Union das Recht zum Wohnen, Arbeiten oder Studieren bekommen. In Deutschland sind das überwiegend Flüchtlinge, in anderen EU-Staaten hingegen vor allem Arbeitsmigranten.

Die Zahl der neu erteilten legalen Aufenthaltstitel wuchs im Vergleich zu 2016 um knapp vier Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mitteilte.

Polen ist Spitzenreiter

EU-weit wurden die meisten dieser Rechte an Menschen vergeben, die zum Arbeiten kamen - rund eine Million, also ein knappes Drittel. Polen war dabei Spitzenreiter: Das Land gewährte nicht nur insgesamt die meisten Aufenthaltstitel, nämlich 683.000; darunter war mit 87 Prozent auch der höchste Anteil für Arbeitsmigranten. Die allermeisten dieser polnischen Erlaubnisse gingen an Ukrainer. Aus dem Nachbarland kamen 2017 gut 585.000 Menschen legal nach Polen.

Deutschland auf Platz zwei

In Deutschland - als Aufnahmeland auf Platz zwei - ergab sich laut Eurostat ein anderes Bild: Von den gut 535.000 Menschen, die 2017 erstmals einen Aufenthaltstitel erhielten, stammte gut ein Viertel aus Syrien, danach folgten Afghanen und Iraker. Rund 269.000 der Ankömmlinge in Deutschland erhielten den legalen Aufenthaltsstatus als Flüchtlinge oder Schutzbedürftige. Erwerbstätigkeit war nur für jeden Zehnten der Grund für den legalen Aufenthaltsstatus - also für knapp 53.000 der Menschen, die nach Deutschland kamen.

Herkunftsland Nummer eins für die gesamte EU war die Ukraine mit knapp 662.000 Ankömmlingen, danach kam Syrien mit rund 223.000. Auf dem dritten Platz: China mit 193.000 Menschen. Fast die Hälfte der Ankömmlinge aus China und Hongkong gingen nach Großbritannien.  © dpa

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