30 Jahre Mauerfall

Vor 40 Jahren gelingt zwei Familien eine spektakuläre Flucht aus der DDR: Mit einem selbstgebauten Heißluftballon überfliegen sie die deutsch-deutsche Grenze. Doch bis es so weit war, mussten sie Dutzende brenzlige Situationen überstehen. Gleich mehrfach droht ihr Fluchtvorhaben aufzufliegen.

30 Jahre ist der Fall der innerdeutschen Mauer jetzt schon her. Anlässlich dieses geschichtsträchtigen Jubiläums am 9. November lohnt sich ein Blick auf die besten DDR-Filme, die neben viel Tragik zum Teil auch sehr große Komik beinhalten.

Am 9. November 1989 öffnet die DDR ihre Grenzen nach West-Deutschland. Dieses historische Ereignis bedeutet auch einen Einschnitt für den Fußball zwischen Elbe und Oder. Doch zunächst bleiben die Ost-Vereine noch fast zwei Jahre unter sich. Was geschieht in dieser Zeit?

Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow hat dem Westen vorgeworfen, sich zum "Sieger des Kalten Krieges" aufgeschwungen zu haben. Es sei ein Fehler gewesen, dass Europa nach dem Ende der Konfrontation zwischen Ost und West keine eigene, moderne Sicherheitsarchitektur geschaffen habe, sagte Gorbatschow den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Freitag anlässlich des 30. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer.

Die deutsche Teilung hatte einige kuriose Grenzverläufe zur Folge: Das sind ihre Geschichten.

Mit dem Bau der Mauer wollte das DDR-Regime der Massenflucht von Bürgern in den Westen ein Ende setzen. Trotzdem gelang zwischen dem Mauerbau 1961 und dem Mauerfall 1989 mehr als 40.000 Menschen die Flucht aus der gesamten DDR. Viele setzten dabei auf filmreife Weise ihr Leben aufs Spiel. 30 Jahre nach dem Ende der Mauer geben wir einen Überblick über die spektakulärsten Fluchten aus der DDR.

Auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer sehen viele Deutsche das historische Erignis kritisch. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hervor. Demnach ist die negative Sicht im Westen und im Osten ähnlich stark vertreten.

Marina Bethigs Beruf war zu DDR-Zeiten etwas Besonderes: Sie war Stewardess. Das heißt, sie konnte reisen, auch ins westliche Ausland. Ein Traumjob?

Stasiverein, Polizeiklub oder Armeetruppe: Die großen Fußballvereine in der DDR entzweiten die Fans genau so wie ihre westlichen Pendants - allerdings aus ganz anderem Grund. Während die einen als Stasi-Mitarbeiter verrufen waren, hatte bei den anderen die Polizei das Sagen. Denn Top-Fußball und Staat - das gehörte in der DDR fest zusammen. 

Afrikaner in der DDR - das war nicht unüblich. Tausende wurden aus sozialistischen Staaten dorthin geschickt, zum Arbeiten oder auch zu ihrem Schutz. Doch die Rückkehr in die Heimat war schwer - und drei Jahrzehnte später sind viele Wunden noch nicht verheilt.

Glaubt man dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, sind die Menschen in Ostdeutschland heute generell viel besser dran als vor der Wiedervereinigung. Doch ein Blick auf die Statistiken zeigen: So pauschal lässt sich das nicht behaupten.

Carmen Rohrbach ist Reiseschriftstellerin. Vor rund 45 Jahren versuchte sie aus der DDR zu flüchten. Heute erinnert sich die 71-Jährige an ihre gescheiterte Flucht und die zweijährige Haft im Frauengefängnis.