Bei den Ermittlungen zu dem tödlichen Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen wendet sich die Polizei nun an die Bevölkerung. Die Soko "Zug" suche Fahrgäste aus dem Unglückszug, die noch keinen Kontakt zur Polizei hatten, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Sonntag mit.

Zudem riefen die Beamten Zeugen auf, Bilder und Videos für die Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. Dazu sei ein Upload-Portal geschaltet.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Zustand einer Verletzten nach wie vor kritisch

Am vergangenen Freitag war gegen 12:15 Uhr ein Regionalzug von Gramisch-Partenkirchen nach München entgleist. Vier Frauen und ein 13-Jähriger aus der Region starben. Dutzende Menschen wurden verletzt. Der Zustand einer schwerst verletzten 34-jährigen Frau ist laut Polizei nach wie vor kritisch. Die Ursache des Unfalls ist unklar. Die rund 50 Mitarbeiter umfassende Soko "Zug" der Polizei arbeitet an der Aufklärung. Dutzende Fahrgäste wurden bereits als Zeugen vernommen.

Unverletzte oder nur leicht verletzte Menschen könnten sich aber von der Unfallstelle entfernt haben, bevor ihre Personalien aufgenommen werden konnten, erläuterte die Polizei. "Diese Fahrgäste, die bislang keinen Kontakt mit der Polizei hatten, sind wichtige Zeugen für die Soko "Zug"." Sie sollen sich von Montag bis Mittwoch bei einem Hinweistelefon (Rufnummer 0800-5565101) melden.


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