Können wir wieder bei Sonnenschein und warmen Temperaturen die Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2014 feiern? Wir wagen schon mal einen Blick auf das Wetter für Juni und Juli - und die ersten Prognosen sagen einen Samba-Sommer voraus.

In 49 Tagen beginnt die WM im fernen Brasilien. Auch in Deutschland erhoffen sich die Fans Copacabana-Feeling. Jogis Jungs sollen das Land mit vielen Toren wieder in einen kollektiven Freudentaumel versetzen. Nach Feierabend wollen die Menschen gemeinsam auf der Fanmeile, im Biergarten oder bei Freunden feiern, ob mit deutschem Bier oder brasilianischem Caipirinha.

Neben überzeugenden Auftritten der deutschen Nationalmannschaft ist für die gute Stimmung auch schönes Sommerwetter unerlässlich. Oft hatten wir bei den wichtigen Fußballturnieren Glück: Rechtzeitig zur WM lachte die Sonne über Deutschland. Wird das auch in diesem Jahr so?

Der Juni könnte trocken und heiß werden

Es ist noch etwas früh für eine Wettervorhersage, aber Meteorologe Dominik Jung von "wetter.net" wirft dennoch einen Blick auf die langfristigen Wettermodelle für die WM-Zeit. Nach dem amerikanischen "Climate Forecast System" (CFS) soll der Juni nach heutigem Stand überdurchschnittlich warm werden. Dazu soll der erste WM-Monat trockener werden als im langjährigen Mittel. "Trotzdem bleiben die Unsicherheiten groß", betont Jung.

Ab dem 28. Juni beginnen in Brasilien die K.O.-Spiele. Hierzulande sieht das CFS für den Juli durchschnittliche Temperaturen und etwas mehr Regen als normal üblich. Nur im Süden soll es weiter trocken bleiben. "Irgendwelche Extreme sind für den Sommer 2014 derzeit nicht in Sicht, weder in die ganz kühle, noch in die ganze warme Richtung", sagt Wetterexperte Jung. "Das bedeutet Tageswerte, die um 25 Grad pendeln, nachmittags und abends auch mal das ein oder andere Gewitter."

Achtung vor Hitzegewittern

Das größte Problem für das in Deutschland so beliebte "Public Viewing" sind allerdings die Anstoßzeiten. Zwei der drei Vorrundenspiele des deutschen Nationalteams beginnen um 18 Uhr. Da bei uns die Höchstwerte im Sommer erst gegen 17 Uhr erreicht werden, ist es zum Spielanpfiff noch sehr heiß. Außerdem kommt es am frühen Abend oftmals zu Hitzegewittern. "Und die können im ungünstigen Fall Starkregen, Hagel und Sturmböen bringen", warnt Meteorologe Jung. Keine gute Nachricht für die Veranstalter von Fanmeilen.

Besser sieht es dagegen für das deutsche Gruppenspiel gegen Ghana aus: Der Ball rollt dann erst ab 21 Uhr, wenn die Temperaturen schon etwas abgekühlt sind. Die Partie findet übrigens genau am kalendarischen Sommeranfang statt, den 21. Juni. Ein Hitzschlag droht auch kaum, wenn die deutschen Fußballer weit kommen sollten: Die beiden Halbfinalpartien beginnen um 22 Uhr, das Finale am 13. Juli um 21 Uhr.