Pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn am 1. Dezember passt sich das Wetter in Deutschland dem Kalender an: Mit knackigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und ersten größeren Schneefällen beginnt in der Bundesrepublik die kalte Jahreszeit. Auch Langfristprognosen deuten auf einen recht kalten Winter hin.

Schon seit einigen Tagen ist es deutlich kälter im Land und der erste Schnee ist schon gefallen. Messungen am heutigen Morgen haben Werte weit unter dem Gefrierpunkt ergeben. Den Rekord hält dabei die Gegend um Landsberg am Lech. Dort wurden am Morgen minus 16 Grad gemessen.

Zum ersten Adventswochenende können sich Besucher von Weihnachtsmärkten dann bundesweit auf eine erste richtige Winterstimmung freuen. Vor allem im Süden und Südwesten des Landes haben die sich die weißen Flocken dann bereits auf den Bergen und auch im Flachland festgesetzt. Dazu ist es knackig kalt.

Für die Wochenmitte wird Schnee bis ins Flachland erwartet.

In den Alpen ist die Saison für die Wintersportler bereits eröffnet. Dort hat es schon kräftig geschneit und durch den herrschenden Dauerfrost haben auch die Schneekanonen beste Einsatzbedingungen. Fast alle Passstraßen sind gesperrt. Die noch offenen Pässe sind fast nur noch mit Schneeketten zu befahren, teilt der Automobilclub ADAC mit. In Österreich sind bis auf das Furkajoch in Vorarlberg und das Hahntennjoch in Tirol alle Routen gesperrt, die im Winter dichtmachen. In der Schweiz sind nur noch der Flüela zwischen Davos und Susch sowie der Forcola di Livigno geöffnet. Auch in Frankreich und Italien sind bereits alle Wintersperren in Kraft.

Wie wird das Wetter in dieser Woche?

Vor allem im Süden bleibt es bis Freitag kalt. Am Tag klettern die Temperaturen nur selten über null Grad, nachts gibt es Frost zwischen minus fünf und minus zehn Grad. Milde wird es dagegen schon ab Mittwoch wieder im Norden. Hier sind Werte deutlich über fünf Grad drin.

Am 1. Adventswochenende wird es deutschlandweit etwas milder, bei bei Höchstwerten zwischen 1 und 9 Grad.

Schon in der ersten Dezemberwoche bahnt sich eine erneute Abkühlung an. In der Mitte und im Süden könnte es dann dauerhaft frostig werden mit einzelnen Schneefällen. Nur der Nordwesten und Nordosten müssten sich noch etwas gedulden. Hier wird es nass-kalt bleiben.

Prognose: Winter 2013/14 wird durchschnittlich

Eines ist vorweg mit Sicherheit zu sagen: Der Winter 2013/14 wird heller als der des vergangenen Jahres. Das ist in diesem Fall aber keine besondere Leistung, da der Winter 2012/13 der dunkelste seit dem Jahr 1951 war.

Tief Nikolaus sorgt für Kälteeinbruch - langer Winter erwartet.

Zum Verlauf des Winters gibt es indes wenig neue Erkenntnisse. Es bleibt beim Trend, den Dominik Jung von "wetter.net" bereits am 23. August 2013 ausgegeben hatte: "Erste klimatologische Trends des staatlichen amerikanischen Wetterdienstes deuten auf einen überwiegend durchschnittlich temperierten Winter hin, der vor allem in seiner zweiten Hälfte kälter als normal werden könnte.

Aber selbst ein Durchschnittswinter würde von den meisten Menschen subjektiv als kalter Winter empfunden werden. Die vielen milden Winter in den 90ern haben uns oftmals vergessen lassen, wie sich ein typisch mitteleuropäischer Winter anfühlt. Außerdem sind gerade junge Menschen oftmals nur mit diesen Mildwintern aufgewachsen und kennen gar keine "normalen" geschweige denn richtig kalten Winter. (sst)