Ein Wiener Volleyballtrainer hat mindestens sieben Mädchen missbraucht, rund 50 junge Sportlerinnen unsittlich berüht und über Jahre kinderpornografisches Material gesammelt. Der Mann gestand seine Taten am Mittwoch vor Gericht. Das jüngstes Opfer: die eigene Enkelin.

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Ein langjähriger Volleyballtrainer hat vor Gericht den schweren sexuellen Missbrauch an sieben Mädchen gestanden.

Dem 61-Jährigen wird vorgeworfen, in einem Zeitraum von 16 Jahren mindestens sieben Mädchen missbraucht, sein Autoritätsverhältnis ausgenutzt und kinderpornografisches Material hergestellt und besessen zu haben, wie es am Mittwoch in Wien zum Prozessauftakt vor Gericht hieß.

Nach Angaben der Polizei soll er außerdem mindestens 50 weitere junge Sportlerinnen unsittlich berührt haben. Der Mann sprach von nicht gezielten "Kurzschlusshandlungen". Er wolle nun eine Therapie machen.

Sechsjährige Enkelin jüngstes Opfer

Der Angeklagte war als Betreuer für einen großen österreichischen Volleyball-Nachwuchsverein tätig und unterrichtete zeitweise auch an Schulen.

Den ersten Übergriff soll es im Jahr 2000 gegeben haben. Sein jüngstes Opfer war seine laut Anklage zum Tatzeitpunkt erst sechs Jahre alte Enkeltochter.

Die Aussagen der Kinder wurden per Video aufgenommen, so dass sie nicht mehr vor Gericht erscheinen müssen. Dem Mann drohen bis zu zehn Jahre Haft.  © dpa