Deutschland friert mitten im Frühling: Die vergangenen Tage hatten mehr Regen und Schnee als Sonnenschein im Gepäck. Verbessert sich das Wetter zu Beginn des Wonnemonats Mai?

Der April, der weiß nicht, was er will. Aber der Mai? Nachdem der vergangene Monat durchwachsen war und im Süden sogar einen erneuten Wintereinbruch nach sich zog, könnte der Mai freundlicher starten.

Doch erst wird es nochmal richtig ungemütlich. Meteorologe Dominik Jung vom Online-Portal wetter.net prognostiziert am Donnerstag und Freitag sogar noch Schneefall in Richtung Alpenrand.

Sonntag bringt "sehr warmes Wetter"

Aber dann wird es endlich besser: "Der Sonntag bringt ganz Deutschland trockenes und auch sehr warmes Wetter. Im Südwesten geht es rauf bis auf 22 Grad im Schatten", so Jung.

Das gute Wetter bleibt jedoch nur kurz: Der Maifeiertag könnte laut Jung immer wieder von Tiefdruckgebieten durchzogen sein.

Dieser Trend dürfte sich die Woche fortsetzen "und uns eine sehr wechselhafte erste Mai-Woche bescheren", so der Wetterexperte.

Ein kleiner Lichtblick: Immerhin dürften die Temperaturen deutlich im zweistelligen Bereich liegen.


Jedoch sei bei der Großwetterlage für die ersten Tage des Wonnemonat Mai noch Vieles unklar.

"Noch ist nicht genau klar, wer in der kommenden Woche die Nase vorn hat: das Skandinavien-Hoch oder das Tief aus Norditalien", schließt Meteorologe Jung.

Ausblick auf die nächsten Tage:

  • Freitag: 7 bis 15 Grad, im Süden weiterhin Regen, in den höheren Lagen auch Schnee. Sonst ein Gemisch aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern.
  • Samstag: 8 bis 17 Grad, im Osten Schauer, sonst meist freundlich und trocken.
  • Sonntag: schönster Tag vom langen Wochenende, überall trocken, immer wieder Sonnenschein und 12 bis 22 Grad.
  • Montag (1. Mai): 10 bis 19 Grad, im Westen bereits am Vormittag Regenwolken, im Osten am längsten freundlich mit Sonnenschein.
  • Dienstag: 8 bis 17 Grad, viele Wolken, besonders in der Mitte Regen.
  • Mittwoch: 10 bis 18 Grad, mal Sonne, mal Wolken und einzelne Regenfälle.
  • Donnerstag: 8 bis 18 Grad, ein Tief eiert weiter über Deutschland herum und bringt lokal Regen mit räumlich großen Temperaturunterschieden.
  • Freitag: 9 bis 17 Grad, weiterhin wechselhaft und immer wieder Schauer.

Bauern bangen wegen Frostschäden ums Geschäft

Das momentan ungünstige Wetter erwischte die Landwirte in manchen Regionen eiskalt.

"Wir haben Ausfälle von einzelnen Betrieben in einzelnen Regionen, die in Größenordnungen von 70 bis 80, zum Teil bis 100 Prozent gehen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied dem SWR.

Neben Wein stark betroffen seien Steinobst wie Kirschen und Kernobst wie Äpfel, sagte Rukwied am Mittwoch in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. In manchen Bundesländern gebe es "großflächig massive Schäden". Beeinträchtigt seien teils auch Erdbeeren und Spargel.

Viele Pflanzen könnten zwar nach einer Frostphase erneut austreiben, erläuterte Rukwied. Etwa bei Wein sei der Ertrag dann aber deutlich geringer. "Insofern können wir den Ertragsausfall, die Schadenhöhe, noch nicht genau beziffern, aber er ist enorm." Bei Steinobst sei der Schaden irreparabel. (she/dpa)