Schon am Wochenende gab es in vielen Teilen Deutschlands Eis und Schnee. Zum Wochenstart bleibt es kalt, in der Nacht zu Montag werden weitere Schneefälle erwartet. Der Wetterdienst warnt Autofahrer in einigen Regionen.

Die Woche vor Heiligabend beginnt in vielen Teilen Deutschlands mit Neuschnee.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet in seiner Vorhersage, das Tief "Andreas" bringe schon in der Nacht zum Montag von Nordwesten her Niederschläge.

Von Ostfriesland bis ins Rheinland soll es regnen, weiter östlich schneien. Oberhalb von 400 Metern schneit es in ganz Deutschland. Die Temperaturen liegen bei null bis sieben Grad.

Reisende müssen mit Flugausfällen rechnen

Angesichts der erwarteten Schneefälle müssen sich Reisende am Frankfurter Flughafen zu Wochenbeginn auf Behinderungen einstellen. Vor allem am Montagvormittag könne es zu Flugausfällen und Verspätungen kommen, teilte Flughafenbetreiber Fraport am Sonntagabend mit. Fluggäste sollten deshalb vorab den Flugstatus auf den Internetseiten ihrer Fluggesellschaften prüfen und vom Online-Check-in am Vorabend Gebrauch machen.

Achtung, hier wird es glatt

Besonders gefährlich kann es auf den Straßen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland werden.

Dort fallen innerhalb weniger Stunden zwei bis fünf Zentimeter, in Berglagen zehn Zentimeter Schnee.

Probleme im Berufsverkehr wegen "Schneedecken auf allen Straßen" sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes vor allem hier absehbar.

Viele Unfälle am Wochenende

Eisglätte führte am Wochenende zu mehr als 60 Unfällen im Nordwesten Niedersachsens - mindestens zwölf Menschen wurden dabei verletzt, eine Frau lebensgefährlich. Wie die Polizei mitteilte, war ihr Wagen in der Nacht zum Sonntag bei Wilhelmshaven in einer Kurve von der Fahrbahn gerutscht und gegen einen Baum geprallt.

Wenige Stunden später überraschte plötzliche Glätte zahlreiche Autofahrer auf der Autobahn 1 bei Cloppenburg. Vier Menschen wurden hier bei acht Unfällen verletzt. Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte, sei die Fahrbahn in beide Richtungen gegen 4.30 Uhr innerhalb weniger Minuten vereist gewesen.

Ein Auto rutschte in einen Streifenwagen der Polizei - dabei wurden die 35 Jahre alte Fahrerin und der 30-jährige Beifahrer des auffahrenden Pkw sowie eine 44 Jahre alte Polizistin leicht verletzt. Die Polizei sperrte die A1 nach den Unfällen in Fahrtrichtung Bremen am Morgen für drei Stunden.

Gibt es weiße Weihnachten?

Eine weiße Weihnacht ist trotz des kalten Wochenstarts noch nicht sicher. Schon bis zum Nachmittag soll der Schnee am Montag unterhalb von 400 Metern wieder geschmolzen sein.

Nach Angaben des DWD-Meteorologen Robert Hausen sind die Chancen auf Schnee an den Feiertagen im Flachland nach wie vor sehr gering. Östlich der Elbe und in Ostbayern gebe es zu einer Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent Schnee, im Nordwesten und Westen brauche es schon ein "mittleres Wetterwunder".

Oberhalb von 800 Metern seien weiße Weihnachten dagegen so gut wie sicher.


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