Das Wetter, welches auch an Weihnachten vorherrschen wird, ist auf dem Weg nach Deutschland. Dass man sich von der Hoffnung auf weiße Weihnachten im Flachland verabschieden muss, ist mittlerweile klar. Und es gibt auch schon eine unschöne Prognose, wie es dann weitergeht.

Schnee fällt vor Weihnachten nur noch in den Hochlagen der Alpen, erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Dort vor allem in den östlichen und südöstlichen Mittelgebirgen.

Am Donnerstag erreichen die Regenfälle in tieferen Lagen dann dagegen den Süden Deutschlands.

Keine weißen Weihnachten 2017

Am Wochenende steigt die Schneefallgrenze dann weiter bis auf etwa 800 Metern an. Ab Sonntag müsste man schon eine alpine Bergtour machen, um aus dem Regen in den Schnee zu steigen.

Verantwortlich für das mildere Wetter ist eine Warmfront, die sich allerdings nur langsam vom Norden und Nordwesten in den Süden der Republik vorarbeitet.

Die Temperaturen steigen auf über fünf Grad. Im Westen rechnen die Wetterexperten sogar einen Tag vor Heiligabend mit bis zu 11 Grad. Klassisches Weihnachts-Tauwetter kommt somit pünktlich zu Heiligabend und macht den Wunsch nach weißen Weihnachten zunichte.

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Die Sonne kommt trotz der milden Temperaturen nur noch wenig zum Vorschein, es muss vielmehr mit Regen gerechnet werden.

Glatteis ist aufgrund der milden Luftmassen auch in den Nächten nur noch vereinzelt ein Thema.

Schwerer Sturm und Hochwassergefahr

Im höheren Bergland und an den Küsten muss allerdings mit starken bis stürmischen Winden gerechnet werden. In den höchsten Gipfellagen kann es sogar zu Sturmböen kommen.

Und so wechselhaft und unwinterlich könnte es zwischen den Feiertagen weitergehen. Wetterbesserung scheint erst mal nicht in Sicht - im Gegenteil.

"Es schaut derzeit so aus, als würde uns zwischen den Jahren eine ganze Reihe von Tiefdruckgebieten überqueren und die haben teilweise ein recht hohes Sturmpotenzial mit im Gepäck", meint Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.


Sturm mit Orkanböen kann es dann auch im Flachland geben. "Das alte Jahr wird quasi weggeblasen", meint Jung. Und damit nicht genug:

"Dabei fällt besonders im Westen und Südwesten teils starker Regen, was wiederum die Hochwassergefahr steigen lässt", warnt der Wetterexperte.

Prognose Deutschland-Wetter:

  • Freitag: 2 bis 8 Grad, viele Wolken, im Südwesten etwas Regen, sonst trocken.
  • Samstag: 3 bis 9 Grad, bedeckt und trüb, kaum Niederschlag.
  • Heiligabend: 6 bis 12 Grad, im Norden windig, sonst einfach nur stark bewölkt oder trüb und meist trocken.
  • Erster Weihnachtstag: 4 bis 10 Grad, im Norden weiterhin windig bis stürmisch, viele Wolken, etwas Regen.
  • Zweiter Weihnachtstag: 5 bis 11 Grad, starker bis stürmischer Wind, aus Westen dicke Regenwolken.
  • Mittwoch: 5 bis 12 Grad, wechselhaft und immer wieder Regen, sehr stürmisch, besonders im Westen auch im Flachland Sturmböen möglich.
  • Donnerstag: 2 bis 6 Grad, wechselhaft und stürmisch, dabei vorübergehend deutlich kälter und Schneeflocken bis in tiefe Lagen.
  • Freitag: 0 bis 5 Grad, Aprilwetter, mal Sonne, mal Wolken und Schauer, vielfach bis ganz runter als Schnee.
  • Samstag: 5 bis 13 Grad, aus Westen wieder deutlich milder, neuer Regen und Sturmgefahr.
  • Silvester: 8 bis 13 Grad, weniger Regen und Wind, aber weiterhin recht mild.

(mwo)