Es kommen stürmische Tage auf uns zu. Orkantief "Egon" fegt mit Schnee und Sturmböen mit Spitzen um 140 km/h über Deutschland. An den Küsten droht Sturmflut. Zum Wochenende sinken die Temperaturen wieder und ab Montag ist fast überall mit Dauerfrost zu rechnen. Glätte und Sturm bringen Gefahren. Die Bahn drosselt vorsorglich die Geschwindigkeit der ICE-Züge. Das Wetter:

In den nächsten Tagen wird es richtig ungemütlich in Deutschland. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag warten die ersten Vorboten von Orkantief "Egon" von Westen kommend mit schweren Sturmböen und Regen auf, später dann folgen Schnee und Glatteis. Örtlich könnten in Mitteldeutschland bis Freitagmittag bis zu 30 cm Neuschnee fallen.

Der "Deutsche Wetterdienst" (DWD) rechnet besonders im Bergland mit Schneeverwehungen und orkanartigen Böen. An den Küsten herrscht Sturmflutwarnung.

Sturmflutwarnung für die Küsten

Wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am Donnerstag bekannt gab, müsse an der ostfriesischen Küste und im Wesergebiet mit einem 1,5 Meter höheren Hochwasserpegel gerechnet werden. Im Elbegebiet und an der nordfriesischen Küste könne das Hochwasser sogar bis zu 2 Meter höher ausfallen als gewöhnlich.

Dabei sorgen Glätte und Schnee am Freitagmorgen in weiten Teilen Deutschlands für starke Verkehrsbehinderungen, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal "wetter.net".

Der schwere Sturm sei aber ungleich gefährlicher. Man müsse mit blockierten Straßen und Schienenwegen rechnen und solle den Aufenthalt im Freien vermeiden.

Am Wochenende kommt es bundesweit noch zu teils ergiebigen Schneefällen, ehe zum Montag hin allerorts mit Dauerfrost zu rechnen ist.

Bis zum Ende der nächsten Woche bleibt es frostig und der Schnee der nächsten Tage dürfte erstmal liegen bleiben. Damit setzt sich der Trend fort, nach dem der Januar 2017 der kälteste der letzten Jahre werden könnte.

Bahnfahrer brauchen länger

Mit Blick auf die Wettervorhersage hat die Deutsche Bahn angekündigt, die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICE-Züge von Freitag an bis auf Weiteres auf 200 Stundenkilometer zu begrenzen. So will das Unternehmen Zugausfälle und Verspätungen durch den Flug von Eisklumpen vermeiden. Für Bahnkunden bedeutet das: Ihre Fahrt kann bis zu 20 Minuten länger dauern. Betroffen sind folgende Fernverkehrsstrecken:

Hamburg - Berlin; Hannover - Berlin; Hannover - Würzburg; Mannheim - Stuttgart; Köln - Frankfurt/Main; Nürnberg - Ingolstadt-München; Erfurt - Halle (Saale)/Leipzig.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen:

Freitag: Tageshöchstwerte plus 1 bis plus 6 Grad bei einzelnen Schneeschauern im Süden. Von den zentralen Mittelgebirgen bis in den Nordosten starke Schneefälle. Von Westen her STURM!

Samstag: minus 4 bis plus 3 Grad, überall teils schwere Schneeschauer möglich, zwischendurch auch mal etwas Sonnenschein.

Sonntag: minus 3 bis plus 4 Grad, Sonne, im Osten und Süden weitere Schneefälle, besonders in der Nacht auf Montag.

Montag: minus 9 bis 0 Grad. Einzelne Schnee- und Graupelschauer. Bei Aufklaren ist mit schwerem Frost zu rechnen.

(sh/mcf)