Es bleibt eisig kalt und strahlend schön - zumindest im Süden Deutschlands. Verantwortlich dafür ist Hoch Christa, das das Wetter wohl die gesamte Woche bestimmen dürfte. Doch dann bahnt sich ein ordentlicher Temperaturanstieg an.

Das trockene Hochdruckwetter, das Winterfans derzeit jubeln lässt, hält weiter an - zumindest im Süden. Hier erwarten Meteorologen bis mindestens Mittwoch strahlend blauen Himmel und viel Sonnenschein. Dazu bleibt es bei Temperaturen um minus 12 Grad eisig kalt.

Im Norden und in der Mitte der Republik ziehen hingegen zu Wochenbeginn Wolken auf, die auch etwas Nieselregen bringen, prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Hier bleibt es meist frostfrei, die Werte pendeln knapp über dem Gefrierpunkt.

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Januar bleibt eisig-kalt

Die Erwärmung, die von den Wettermodellen zunächst für Mitte dieser Woche angekündigt worden war, ist nach hinten verschoben, teilt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net mit.

Vorerst bleibt der Januar eisig-kalt: "Wir erleben derzeit den kältesten Januar seit 2010. Die Temperaturen liegen im deutschlandweiten Mittel rund 1,5 Grad unter den langjährigen Durchschnittswerten der Jahre 1961 bis 1990", sagt er.

Grund dafür ist Hoch Christa, das ab Montag Winterhoch Brigitta nahtlos ablöst. Und es soll bis kommenden Samstag das Wetter über Deutschland bestimmen.

Das heißt zugleich: Dort wo schon Schnee liegt, dürfte er auch bleiben. Das heißt, dass beste Wintersportbedingungen herrschen - natürlich vor allem in den Mittelgebirgen und den Alpen.

Erst am kommenden Sonntag könnte sich die Großwetterlage verändern. Dann werden aus Nordwesten Wolken mit Regen und deutlich mildere Temperaturen erwartet.

So wird das Wetter in der kommenden Woche

Dienstag: minus 6 bis plus 3 Grad

Mittwoch: minus 6 bis plus 2 Grad

Donnerstag: minus 5 bis plus 2 Grad

Freitag: minus 4 bis plus 4 Grad

Samstag: minus 4 bis plus 5 Grad

Sonntag: 0 bis 6 Grad

Montag: 0 bis 7 Grad

Dienstag: 0 bis 10 Grad

Frühlingsgefühle schon Anfang Februar?

Wie der Februar startet und ob sich die Milderung tatsächlich durchsetzt, sei nach den Erfahrungen der vergangenen Tagen noch fraglich, gibt Jung zu Bedenken. Gleichzeitig verweist er auf einzelne Wettermodelle, die von einer deutlichen Erwärmung ausgehen.

Dem US-Wetterdienst NOAA zufolge könnte es am Ende der ersten Februardekade sogar Höchstwerte von bis zu 15 Grad geben - zumindest im Westen Deutschlands.

"Das könnte uns bereits im Februar ein erstes Frühlingserwachen bescheren. Darauf würde ich aber nicht wetten. Die längerfristigen Klimatrends gingen bisher von einem durchschnittlichen bis leicht zu kalten Februar aus", erklärt Wetterexperte Jung. (cai)