Das Wetter bricht derzeit einen Rekord nach dem anderen: Erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 war es 13 Monate lang in Folge zu warm. Prompt schlug schon in der Nacht auf Samstag der Winter zurück.

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In weiten Teilen Deutschlands hat sich zumindest kurzfristig winterliches Wetter zurückgemeldet: Eine dünne Schneedecke bedeckte etwa die Höhenlagen im Harz. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, blieb der Schnee unterhalb von 700 Metern jedoch nicht liegen.

In Thüringen war auf den Autobahnen 4,9, 71 und 72 am Samstagmorgen der Winterdienst unterwegs, um Glätte zu verhindern. Vielerorts schneite es nach Angaben eines Sprechers der Autobahnpolizei kräftig.

Auf der Schmücke im Thüringer Wald lagen am Morgen sechs Zentimeter Neuschnee. In der Rhön und auf dem Vogelsberg lagen zeitweise rund drei Zentimeter Schnee.

Auch in den Mittelgebirgsregionen Hessens setzte am frühen Morgen Schneefall ein. Im Südwesten sollte die Schneefallgrenze am Sonntagmorgen auf 600 Meter sinken.

Bis Samstagabend sollte die Kaltfront dann auch die Alpen erreichen und dort für Schnee auch in niedrigeren Lagen sorgen. In den Alpen fällt nach Angaben des Wetterdienstes am Sonntag oberhalb von 700 Metern Schnee, in der Nacht erwarteten die Meteorologen am Alpenrand auch kräftigen und länger anhaltenden Schneefall. Da die Bäume mittlerweile Laub tragen, bestehe Schneebruchgefahr.

Der noch junge Mai präsentiert also zwei Wochen nach Ostern ein Wetter, das gemeinhin mit dem April in Verbindung gebracht wird: kühl, regnerisch und windig, mit Graupel, Blitz und Donner.

Wetter aktuell: In der Nacht auf Sonntag wird's frostig

Grund für die ungemütlichen Temperaturen sind Luftmassen arktischen Ursprungs. Der Frühling mache erst einmal Pause, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Im Nordwesten und an der Nordsee sei mit starken bis stürmischen Böen zu rechnen. Die Niederschlagslinie durchquert Deutschland südöstlich einer Linie vom Schwarzwald bis zur Lausitz.

An den Alpen droht am Sonntag - neben anhaltendem Schneefall und Sturmböen - auch Dauerregen mit Temperaturen von zwei bis sieben Grad. Eine Folge dieses Schmuddelwetters ist gefährliche Straßenglätte.

Ungemütlich und wechselhaft bleibt es auch zum Beginn der kommenden Woche: Die Temperaturen bleiben niedrig, im höheren Bergland kann es schneien, Wolken und Schauer sind möglich.

"In der Nacht sinken die Temperaturen zudem verbreitet in den Frostbereich. Empfindliche Pflanzen sollten daher unbedingt geschützt oder ins Haus gebracht werden", riet ein DWD-Meteorologe.

An der See und auf den Alpengipfeln kann der andernorts frische Wind auch stürmische Ausmaße annehmen. Nachts herrscht vielfach in Bodennähe Frost, auch örtliche Glätte ist möglich.

Immerhin: Am Dienstag zeigt sich nach DWD-Angaben wenigstens zeitweise wieder die Sonne.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

  • Sonntag: wechselnd bewölkt, im Nordwesten Regen, Schneeregen und Graupelschauer; im Norden maximal 9 bis 13 Grad, im Süden 7 bis 11 Grad., an den Alpen 2 bis 7 Grad
  • Montag: zunehmende Bewölkung im Norden, Auflockerungen im Südosten, Regen- und Schneeschauer, Tiefstwerte 0 bis 5 Grad, untertags 6 bis 13 Grad
  • Dienstag: zeitweise sonnig, sonst stark bewölkt, in der Früh 0 bis 7 Grad, Höchstwerte von 10 bis 16 Grad

(hau/pak/ank/dpa)

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