Der Wintereinbruch hat in Deutschland am Wochenende zu erheblichem Verkehrschaos geführt. Und auch zum Wochenstart wird das Wetter sehr chaotisch, es gibt Unwetter-Warnungen.

In vielen Regionen Deutschlands hatten Polizei und Rettungsdienste auch zu Wochenbeginn am Montag noch reichlich zu tun.

Da viele Autofahrer angesichts von Eis und Schnee aber Tempo und Fahrstil an die Witterungsverhältnisse angepasst hatten, gingen viele Unfälle meist glimpflich aus und es blieb bei Blechschaden.

Unwetter-Warnung vor Sturm mit Orkanböen

Das einsetzende Tauwetter hat die akute Glättegefahr zwar mittlerweile entschärft - doch für einige Gebiete in Deutschland hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) neue Warnungen ausgegeben: vor schwerem Sturm und Orkanböen.

An den Alpen gibt es sehr starken Föhn mit schweren Sturmböen bis in die Täler, in den alpinen Hochlagen mit Orkanböen, auf exponierten Gipfeln mit extremen Orkanböen.

"In den Alpen herrscht starker Föhnsturm mit Spitzenböen bis 150 km/h und mehr. Im Lauf der Woche setzt sich diese extrem wechselhafte Wetterlage fort", meint Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Aktuelle Unwetter-Warnungen des DWD - Stand: 14:00 Uhr.

Unwetter-Warnungen des DWD Stand 09:50 Uhr: Warn-Stufe 1 (gelb), Warn-Stufe 2 (orange), Warn-Stufe 3 (rot), Warn-Stufe 4 (lila). Grün: keine (Vorab-)Warnung.

Das bedeutet, dass sich das stürmische Wetter an den Alpen und in den Höhenlagen in den kommenden Tagen halten wird, auch in den Küstenregionen ist mit einer steifen Brise zu rechnen.

Im Südwesten und der Mitte Deutschland dominiert auch am Montag das Tauwetter, immer wieder muss mit Regenschauern gerechnet werden.

Von Nordrhein-Westfalen über Niedersachsen bis nach Schleswig-Holstein schneit es dagegen bis in tiefe Lagen.

Unwetterartiger Regen mit Hochwassergefahr

"Das ist derzeit ein echtes Wetterchaos", meint Wetter-Experte Jung. "An den Alpen herrscht extremes Unwetter durch Föhnsturm, im Westen schüttet es wie aus Eimern, zusammen mit Tauwetter besteht Hochwassergefahr. Im Norden ist die kalte Luft noch vorhanden und dort setzen zum Nachmittag starke Schneefälle ein."

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Die Temperaturen liegen bei Schneefall um 0 Grad, sonst zwischen 2 und 6 Grad. Südlich des Mains werden 6 bis 10 Grad erreicht. Am Oberrhein und bei Föhn im Alpenvorland kann das Thermometer sogar 13 Grad anzeigen.

In der Nacht zum Dienstag fällt im Norden noch etwas Schnee, sonst muss gebietsweise mit Regen gerechnet werden.

An den Alpen Schnee bis in die Täler

An den Alpen bricht der Föhn zusammen, weshalb die Niederschläge dort in teils gewittrige Schneeregen-, Graupel- und Schneeschauer übergehen können. An den Alpen schneit es am Dienstagmorgen dann bis in die Täler.

Auch am Dienstag bleibt Deutschland weitgehend unter Wolken, immer wieder muss mit kurzen Niederschlägen gerechnet werden, die ab 400 Metern in Schnee übergehen.

An den Alpen schneit es tagsüber sowie in der Nacht auf Mittwoch auch bis in tiefe Lagen.

Am Mittwoch könnte sich dann im Süden und Osten zeitweise die Sonne zeigen, vom Saarland bis nach Schleswig-Holstein zieht dagegen ein neues Regenband durch.

Deutschland-Wetter der kommenden Tage:

  • Dienstag: 1 bis 6 Grad, Sonne, Wolken und dazwischen Regen und Schnee, die Grenze zwischen Schnee und Regen verläuft im Norden Deutschlands
  • Mittwoch: 0 bis 7 Grad, aus Westen neue Regenwolken, windig
  • Donnerstag: 3 bis 9 Grad, viele Wolken, immer wieder Regen, Tauwetter bis in höhere Lagen, im Süden Sturmgefahr!
  • Freitag: 0 bis 5 Grad, Schauerwetter, dabei bis in tiefe Lagen Schneeflocken

(mwo)

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