Ein Sturmtief ist am Donnerstag über Deutschland gefegt: "Zubin" hatte weite Teile des Landes erfasst, ist aber mittlerweile abgeklungen. Die kommenden Tage bleiben aber ungemütlich - ehe dann der Schnee kommt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am frühen Donnerstagmorgen Wetter-Warnungen für einige Regionen in Deutschland ausgegeben.

"Auf dem Feldberg im Schwarzwald wurden vergangene Nacht 167 km/h gemessen. Das ist dort voller Orkan", berichtet Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Sturm mit Orkanböen in Deutschland

"Auch in den tiefen Lagen gab es Orkanböen. In Waibstadt (Baden-Württemberg) wurden 122 km/h gemessen. Das ist Windstärke 12. In Berus (Saarland) waren es 119 km/h – ebenfalls Windstärke 12 und damit volle Orkanstärke."

In München fegte in den Morgenstunden ein Gewitter über die Stadt, mit Blitzschlag, Hagel und schweren Sturmböen.

Aktuelle Wetter-Warnungen des DWD - Stand 10:00 Uhr:

Unwetter-Warnungen des DWD Stand 09:50 Uhr: Warn-Stufe 1 (gelb), Warn-Stufe 2 (orange), Warn-Stufe 3 (rot), Warn-Stufe 4 (lila). Grün: keine (Vorab-)Warnung.

Lastwagen durften in der Nacht im Hochschwarzwald nur noch mit Schneeketten fahren, wie ein Polizeisprecher erklärte.

Verkehrsunfälle hielten sich trotz des Schneetreibens im Hochschwarzwald in Grenzen. Auch in vielen anderen Regionen Deutschlands rückten Polizei und Rettungsdienste nur selten aus.

Unter anderem musste die Feuerwehr in Oberpfalz in Bayern einen 20-Jährigen aus seinem Auto freischneiden, der mit Sommerreifen auf vereister Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto verloren hatte.

Ungemütliches Wetter durch Nässe, Kälte und Sturm droht aus Sicht des Wetterdienstes am Donnerstag auch weiterhin in weiten Teilen Deutschlands.

Ungemütlich sollte es nach Auskunft der Meteorologen zunächst nahezu flächendeckend vom Süden bis an die Grenzen Niedersachsens und Brandenburgs werden.

Schon am Mittwochabend hatte der Wind deutlich zugenommen.

An der Küste und in den Bergen werden teils starke Böen und stürmisches Wetter erwartet. An der Nordsee soll es vereinzelt Gewitter geben.

Wetter-Warnung für Weihnachtsmärkte

"Es wird stürmisch (...) Vorsicht auf den Weihnachtsmärkten und bei Spaziergängen in Parks oder Wäldern: Äste können abbrechen, Bäume umstürzen. Der Boden ist oftmals mit Nässe gesättigt und die Bäume haben schlechten Halt", warnt Meteorologe Dominik Jung.

Auflockern kann es sich im Tagesverlauf in Teilen Süddeutschlands und im Nordwesten. Oberhalb von 400 Metern wird mit Schnee gerechnet, darunter soll es meist regnerisch bleiben.

Am Freitag rechnen die Meteorologen erneut mit Schneefällen in Süddeutschland, besonders in der Alpenregion.

Erst zum Wochenende hin soll der Winter auch außerhalb des Südens wieder Einzug halten. Ob sich der Schnee bis Ende nächster Woche hält und es weiße Weihnachten gibt, ist noch unklar.

So wird das Wetter laut Wetter.net:

  • Donnerstag: 0 bis 6 Grad; Schnee in den Hochlagen; Regen in den Niederungen; viel Wind.
  • Freitag: 0 bis 5 Grad; wechselhaft; in den Mittelgebirgen weiterhin Schnee, vor allen in den westdeutschen, sonst meist Regen.
  • Samstag: minus 1 bis plus 5 Grad; viele Wolken; ab und zu Schneeregen oder Regen, in den höheren Lagen Schnee.
  • 3. Advent: minus 1 bis plus 6 Grad; nass-kalt; Sonne, Wolken und Schauer im Wechsel.
  • Montag: 0 bis 8 Grad; viele Wolken und Regen, in den Hochlagen Schnee.
  • Dienstag: 0 bis 8 Grad; Sonne und Wolken im Wechsel; im Südosten immer wieder Schnee.

(fab, mwo, dpa)

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