• Schneefall führt in der Nacht im Süden Deutschlands zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen.
  • Im Laufe der nächsten Woche soll es freundlicher werden.
  • Doch auch der Saharasand feiert eine Rückkehr.

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Schneefall hat in der Nacht auf Samstag in Teilen Süddeutschlands zu teils erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. In Teilen Baden-Württembergs rückte die Polizei wegen des starken Schneefalls aus, um Straßen zu sichern und zu sperren.

Die Verkehrsunternehmen Rhein-Neckar-Verkehr GmbH stellten wegen starken Schneefalls am Samstag vorübergehend den Betrieb einer Bahnlinie zwischen Mannheim, Heidelberg und Weinheim ein. Störungen gab es im Streckennetz der Bahn auch in Kaiserslautern und Ludwigshafen.

Vor dem Schnee gab es in Baden-Württemberg auch Starkregen und Gewitter. In Böhmenkirch bei Göppingen wurden am Freitagabend die Dächer mehrerer Häuser beschädigt. Bei Ehrstädt und Grombach gab es einen witterungsbedingten Erdrutsch.

Stromausfälle in zahlreichen Ortschaften und mehrere Straßensperrungen hat starker Schneefall im bayerischen Landkreis Miltenberg in der Nacht zum Samstag verursacht. Am Samstagmorgen seien noch 15 Ortschaften und somit rund 7.500 Menschen ohne Strom gewesen, teilte Landrat Jens Marco Scherf mit. Es könne teils bis zum Nachmittag dauern, bis die Stromversorgung wieder komplett hergestellt sei. Der Landkreis liegt zwischen Frankfurt/Main und Würzburg.

Bäume knicken durch starken Schneefall um

Die Straßensperrungen wurden dem Landrat zufolge ausnahmslos von umgefallenen Bäumen verursacht. Dabei sei nicht nur die Menge, sondern auch die Art des Schnees problematisch gewesen, sagte Scherf: "Es war ein enorm nasser und schwerer Schnee, wodurch viele Bäume runtergedrückt wurden."

Unfälle mit Verletzten habe es bislang nach seiner Kenntnis nicht gegeben. Scherf warnte davor, Straßensperrungen eigenhändig zu entfernen. Es sei im Laufe des Morgens schon mehrmals vorgekommen, dass die Absperrungen einfach zur Seite geschoben worden seien. Das sei "gefährlich und egoistisch", sagte der Landrat, da man nicht nur sich selbst, sondern auch nachkommende Autofahrer in Gefahr bringe.

In Notfällen und falls das Telefon nicht mehr funktioniert, könnten sich Bürger an die Feuerwehr wenden. Zudem sei ein Bürgertelefon eingerichtet.

Im südhessischen Odenwald waren laut Polizei in den höheren Lagen viele Straßen unpassierbar, weil Bäume unter Schneelast umstürzten. Im Erbacher Tal bei Heppenheim wurden drei Bewohner eines Hauses wegen mehrerer auf das Dach gestürzter Äste in Sicherheit gebracht.

Wetter soll nach dem Wochenende freundlicher werden - Wolken bringen Saharastaub

Nach dem typischen April-Wochenende mit Wolken, etwas Sonne, Wind, Regen-, Schnee- und Graupelschauern wird das Wetter zu Wochenbeginn wieder freundlicher. Am Montag ist es im Osten und Nordosten Deutschlands meist wolkig, vereinzelt gibt es Schauer, wie der Deutsche Wetterdienstes (DWD) am Samstag mitteilte. Im Rest des Landes ist es teils wolkig, teils ziehen hohe Wolkenfelder durch. In Vorpommern kommen die Höchsttemperaturen nicht über 8 Grad hinaus, dagegen werden am Oberrhein 19 Grad erreicht.

Am Dienstag sind neben durchziehenden Schleierwolken auch viele Sonnenstunden zu erwarten. In der Westhälfte könnten auch dichtere Wolken die Sonne verdecken. "Ein neuer Schwall Saharastaub könnte seinen Weg nach Deutschland finden, der in der Folge wieder zunehmend die Einstrahlung dämpfen könnte", sagte der DWD-Meteorologe Sebastian Schappert. Die Höchstwerte im Nordosten werden zwischen 12 und 16 Grad erwartet, sonst bei 16 bis 22 Grad. Örtlich kann es weiter zu Nachtfrost kommen. (dpa/mgb)