• Schwere Unwetter haben gestern in Teilen Deutschlands gewütet.
  • Vor allem in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen hat es am Freitagabend gestürmt, geblitzt und sehr viel geregnet.
  • Mindestens ein Mensch starb, ein Kind erlitt nach einem Blitzeinschlag schwerste Verletzungen.

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Unwetter mit Sturmböen und heftigem Regen haben am Freitagabend im Westen Deutschlands ganze Hundertschaften an Einsatzkräften beschäftigt und mindestens einen Menschen das Leben gekostet.

Mann stirbt in Stuttgart, Kind in Düsseldorf vom Blitz getroffen

Nach Angaben der Polizei starb in Stuttgart ein 65-jähriger Arbeiter auf einer Tunnelbaustelle. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der Regen einen unterirdisch verlaufenden Bach am Nachmittag stark anschwellen lassen. Das Wasser unterspülte ein Gerüst, riss es um und mehrere Arbeiter mit sich. Während drei von ihnen in ein Krankenhaus gebracht wurden, konnte der 65-Jährige nur noch tot geborgen werden.

In der nordrhein-westfälischen Hauptstadt Düsseldorf stürzte ein Kind nach einem Blitzeinschlag mit seinem Fahrrad auf die Straße und wurde daraufhin von einem Auto angefahren. Das zwölfjährige Mädchen, das laut Feuerwehr vermutlich einen Stromschlag erlitt, kam mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus.

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Unwetter lassen zahlreiche Keller volllaufen

Im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen rückten am Freitagabend Hunderte Einsatzkräfte wegen der Unwetter aus. Ein Großteil der rund 430 Einsätze habe sich im Stadtgebiet Hennef ereignet, sagte ein Feuerwehrsprecher. Zahlreiche Keller seien vollgelaufen und Hänge abgerutscht. Es sei "massiv" Feuerwehr im Einsatz.

Auch in Köln kam es zu mehr als 500 Einsätzen wegen der Unwetter. Betroffen war laut Feuerwehr vor allem der Norden der Stadt. Unter anderem geriet ein Dachstuhl nach einem Blitzeinschlag in Brand. Das Feuer konnte aber unter Kontrolle gebracht werden. Verletzte gab es nicht.

In Hessen, genauer im Hochtaunuskreis, sah es ähnlich aus. Dort kam es am Freitag zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr. Vor allem im Raum Neu-Anspach seien Straßen überflutet worden und Keller vollgelaufen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr-Leitstelle des Hochtaunuskreises.

Auch das Wochenende bleibt gewittrig

Auch das Wochenende wird in weiten Teilen Deutschlands schwül-warm und gewittrig. Ebenfalls möglich sind erneute Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach mitteilte. Das gelte für die Mitte Deutschlands bis in den Süden und Südosten hinein.

In der kommenden Woche sollen tagsüber weiter Schauer und Gewitter aufziehen, wie DWD-Meteorologe Sebastian Altnau erklärte. Das Unwetterpotenzial nehme aber merklich ab, lokal seien dennoch weiter stärkere Gewitter mit Starkregen möglich. In Teilen Bayerns sagen die Meteorologen auch Sturmböen und Hagel voraus. Es bleibt 20 bis 27 Grad warm, die höchsten Werte sind im Osten zu erwarten. (dpa/mgb)

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