Hurrikan "Maria" wütet als Sturm der Kategorie 5 mit unvorstellbarer Zerstörungskraft in der Karibik. Ein Politiker der kleinen Insel Dominica dokumentierte den Albtraum in aufwühlender Weise auf Facebook.

Météo France hat in der Karibik-Region von heftigen Regenfällen und starken Winden durch Hurrikan "Maria" berichtet, die in Böen bis zu 180 Stundenkilometer erreichen könnten. Das Meer sei aufgewühlt, Wellen türmten sich in einer Höhe von bis zu acht Metern auf.

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Politiker von Dominica: "Gnade uns Gott!"

Die kleine Insel Dominica ist nach Angaben von Ministerpräsident Roosevelt Skerrit "brutal getroffen" worden. Der Politiker dokumentiert den Albtraum auf seiner Facebook-Seite.

"Die Winde sind gnadenlos! Wir werden nur durch die Gnade Gottes überleben!", schreibt er am frühen Morgen.


Und wenig später: "Wir wissen nicht, was draußen vor sich geht. Wir wagen uns nicht raus. Alles was wir hören, ist der Klang von herumfliegendem Metall. So klingt die Wut des Windes. Wir beten für ihr Ende!"

Hurrikan "Maria" wütet über Dominica

Video dokumentiert die Wucht von Hurrikan "Maria" über Dominica. © YouTube

Skerrit auf Facebook: "Heftig!" Heftig!" Heftig!"

Doch das Ende dieses Albtraums soll so schnell nicht kommen. Kurz darauf schreibt Skerrit vielsagend: "Heftig! Heftig! Heftig!"


Unter seinen Facebook-Post nehmen zahlreiche User Anteil an dem Drama, sprechen Skerrit und den Einwohnern neuen Mut zu und spenden Beistand.

Denn es kommt noch schlimmer. Hurrikan "Maria" wütet über Dominica mit gnadenloser Wucht.


"Mein Dach ist weg!", postet Skerrit verzweifelt. "Ich bin komplette der Gnade des Hurrikans ausgeliefert. Das Haus ist überflutet."

Dominica wurde von Hurrikan "Maria" verwüstet.

Endlich eine gute Nachricht, zumindest für ihn, kann Skerrit kurz darauf absetzen: "Ich bin gerettet!"

Skerrits dramatischer Hilferuf an Weltgemeinschaft

Der Politiker der Karibikinsel Dominica ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass andere Bewohner des kleinen Eilands möglicherweise weniger Glück hatten.

Kurz nach seiner Rettung verfasst Roosevelt Skerrit einen eindringlichen, leidenschaftlichen und dramatischen Appell:


"Erste Berichte zeugen von großflächigen Zerstörungen. Wir haben alles verloren, was Geld kaufen und ersetzen kann. Meine größte Angst vor dem Morgen sind Nachrichten von Schwerverletzten oder möglicherweise Toten."

Hurrikan "Maria" habe nahezu jedes Haus abgedeckt, zudem berichtet Skerrit von einer Schlammlawine, die die Stadt getroffen haben soll. Man wolle sich bei Tageslicht so schnell wie möglich auf die Suche nach Opfern und Verschütteten machen.

"Brauchen Hilfe, Freunde, brauchen Hilfe!"

Skerrit beschreibt das Gefühl der Hilflosigkeit im Chaos als "verheerend" und mental "überwältigend". "Ich konzentriere mich jetzt darauf, die Eingeschlossenen zu retten und medizinische Hilfe für die Verletzten sicherzustellen."

Zum Schluss richtet er einen dramatischen Hilferuf an die Weltgemeinschaft: "Wir brauchen Hilfe, Freunde, wir brauchen Hilfe aller Art!"
Er hoffe angesichts der Zerstörung und des menschlichen Leids auf "die Unterstützung von befreundeten Nationen und Organisationen".

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Hurrikan "Irma" zieht Spur der Verwüstung

An den Küstenorten der Karibik hat Hurrikan "Irma" mit einer Windgeschwindigkeit von fast 300 Kilometern pro Stunde die ersten Schäden angerichtet: Bäume fallen um, Häuser zerfallen und Autos schwimmen in den hohen Fluten auf den Straßen.

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