Der Kranausleger, der während des Sturms "Sabine" in das Dach des Frankfurter Doms gekracht war, ist angehoben und abtransportiert worden. Die Bergung dauerte fünf Stunden.

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Der im Wintersturm "Sabine" in das Dach des Frankfurter Doms gestürzte Kranausleger ist geborgen worden. Das 45 Meter lange Stahlteil wurde mit zwei Autokränen angehoben und abtransportiert, wie die Mainmetropole am Mittwochabend mitteilte. Der Ausleger war in der Nacht zum Montag im Sturm umgeknickt und in das Dach gestürzt. Die Bergung dauerte rund fünf Stunden.

Dach erst kürzlich neu gedeckt

"Ich bin sehr erleichtert, dass der Kranausleger sicher geborgen werden konnte und keine weiteren Schäden am Dom entstanden sind", erklärte Bauderzenent Jan Schneider. Das Dach war erst kurz vor dem Sturm neu gedeckt worden. Der rund 50 Meter hohe Kran wurde für die Dach- und Fassadensanierung am Dom eingesetzt. Er sollte am Donnerstag regulär abgebaut werden.
Durch den Absturz des Auslegers wurden die östliche und westliche Dachfläche des südlichen Seitenschiffs beschädigt. Betroffen ist auch die Firstkonstruktion. Die Höhe des Schadens blieb unklar. Das Dach wird zunächst notdürftig abgedichtet, damit kein Regen eindringt. Dom und Domturm bleiben bis zum Abschluss der Abdichtungs- und Sicherungsarbeiten geschlossen. Das Dommuseum öffnete am Donnerstag wieder regulär. (AFP/hau/dar)

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