Wetter in Deutschland: Das war der Sommer 2018

Wochenlang hatte die Hitze Deutschland fest in ihrem Griff. Nun beginnt in wenigen Tagen der Herbst. Zumindest aus meteorologischer Sicht. Grund genug für einen kurzen Rückblick auf den Sommer 2018.

Aus meteorologischer Sicht ist der Sommer schon fast vorbei. Am 01. September beginnt für Wetterexperten bereits der Herbst. Die warme Jahreszeit hatte es 2018 ganz schön in sich. Wir blicken zurück auf den Sommer in Deutschland.
Der Sommer 2018 war vor allem eins: Warm! Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sogar außergewöhnlich warm. Zusammen mit lang anhaltenden Trockenphasen und viel Sonnenschein erinnerte das Wetter teilweise an die Verhältnisse südlicher Urlaubsländer.
Für Deutschland war der diesjährige Sommer sogar der zweitheißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Durchschnittlich erreichten die Temperaturen in Deutschland einen Wert von 19,3 Grad Celsius. Nur im Jahr 2003 war es laut dem DWD wärmer. Damals maßen die Experten aus Offenbach durchschnittlich 19,7 Grad.
Wärme und Sonnenschein sind zwar schön, die anhaltende Trockenheit sorgte aber auch für Probleme. So hatten Bauern mit Ernteausfällen zu kämpfen und durch den niedrigen Wasserstand wurde der Schiffsverkehr auf vielen Flüssen eingeschränkt. Mit durchschnittlich 130 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war 2018 der zweittrockenste Sommer aller Zeiten. Nur 1911 regnete es mit 124 Litern noch weniger.
Die höchste Menge an Niederschlägen des Sommers fiel 2018 in Bayern. Rund 210 Liter pro Quadratmeter kamen dort im Durchschnitt vom Himmel.
Vor allem regional stellte der Sommer 2018 neue Rekorde auf. So wurde beispielsweise in Schleswig-Holstein mit einem Durchschnittswert von 18,4 Grad der bisherige Temperaturhöchstwert geknackt. Auch in Bremen wurde der alte Temperaturrekord übertroffen. Dort wurde es durchschnittlich 19,2 Grad warm.
In Hessen wurde 2018 ebenfalls ein neuer Rekord aufgestellt. 18 Tage hintereinander zeigten die Thermometer in Frankfurt mehr als 30 Grad an. Das sind zwei Hitzetage mehr als beim bisherigen Rekord von 1976.
Hamburg gehörte zu den Bundesländern, die 2018 am wenigsten Sonnenschein abbekamen. 720 Stunden zeigte sich die Sonne dort.
Besonders viel Sonnenschein bekamen hingegen die Bewohner von Mecklenburg-Vorpommern ab. Knapp über 900 Stunden schien die Sonne im Sommer 2018 über dem Bundesland. Zum Vergleich: In der italienischen Hauptstadt Rom schien die Sonne dieses Jahr etwas mehr als 925 Stunden.
Sowohl bezüglich der Durchschnittstemperatur als auch der Anzahl an Sonnenstunden wurden in Brandenburg und Berlin 2018 neue Maßstäbe gesetzt. Mit 20,3 Grad und 830 Stunden Sonne in Brandenburg sowie 20,8 Grad und über 825 Stunden, wurden in den Bundesländern jeweils die beiden bisherigen Rekordwerte übertroffen.
Die höchste Temperatur des Sommers wurde 2018 in Sachsen-Anhalt gemessen. In Bernburg an der Saale zeigte das Thermometer am 31. Juli 39,5 Grad Celsius an. In der Kreisstadt erreichten die Temperaturen zudem an zwölf Tagen hintereinander Werte von über 35 Grad.