Tschüss, Schnee, es war schön mit dir! An vielen Orten Deutschlands hat die weiße Decke noch das neue Jahr erlebt. Doch am Samstag macht massives Tauwetter die Winterlandschaft zunichte. Zudem bringt das Tief "Alexander" Sturm und teils unwetterartigen Niederschlag nach Deutschland.

"Zum Auftakt des neuen Jahres geht es beim Wetter gleich ziemlich turbulent zu", sagt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal "wetter.net". Das Tief Alexander ziehe durch die Mitte Deutschlands und teile die Wetterlage in zwei Hälften.

Im Süden bläst am Samstag ein starker Wind, der sich mancherorts zu Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern entwickeln kann. Er bringt wärmere Luft, der die weiße Winterlandschaft in Deutschland verschwinden lässt. "Auch im südlichen Bayern und in Baden-Württemberg, wo zum Teil noch viel Schnee liegt, werden Höchstwerte über 5 Grad erreicht, so dass dort Tauwetter einsetzt", erklärt der Deutsche Wetterdienst.

Regen und Sturm im Süden, Schnee im Norden

Zugleich kommt teils starker Regen auf. Zusammen mit der Schneeschmelze lässt das in manchen Flüssen Bayerns und Baden-Württembergs die Pegel gefährlich ansteigen, warnt Jung von "wetter.net". Dort muss mit Hochwasser gerechnet werden.

Auch nördlich des Tiefs gibt es am Samstag Niederschlag. Durch die kältere Luft kommt er allerdings vor allem im östlichen Nordrhein-Westfalen bis nach Thüringen als Schnee oder Schneeregen vom Himmel - sogar in den tieferen Lagen.

Am Sonntag beruhigt sich das Wetter und es wird anhaltend warm. Mit dem Schnee ist es vorerst vorbei. "Auf absehbare Zeit wird Deutschland nicht mehr zum Winterwunderland werden", erläutert Jung. Der Meteorologe stellt für das zweite Januarwochenende sogar Temperaturen bis zu 13 Grad in Aussicht. (com)