München (kle/AFP) - Gegen die beiden Aachener Gefängnisausbrecher Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski hat das Landgericht Aachen das Urteil gesprochen.

Die Schwerverbrecher wurden zu hohen Haftstrafen und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Michalski muss für zehneinhalb Jahre in Haft, Heckhoff für zehn Jahre. Nach derzeitiger Rechtslage werden sie den Rest ihres Lebens nicht mehr auf freien Fuß kommen. Ein mitangeklagter Vollzugsbeamter erhielt als Fluchthelfer eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten.

Der Ausbruch der beiden als brutal und rücksichtslos eingestuften Gangster hatte im Herbst 2009 ganz Deutschland in Atem gehalten. Die beiden Männer nahmen während ihrer fünftägigen Flucht fünf Menschen als Geiseln, die aber unverletzt blieben. Heckhoff wurde schließlich in Mülheim, Michalski zwei Tage später in Schermbeck (Kreis Wesel) gefasst.