Nach der Bluttat in einem Kindergarten in Südostchina mit vier Toten ist der Täter nach Polizeiangaben seinen Verletzungen erlegen, die er auf der Flucht bei einem Unfall erlitten hatte.

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Wie die Polizei in Anfu in der Provinz Jiangxi laut Staatsfernsehen vom Samstag berichtete, habe der 48-Jährige vor nahenden Polizisten einen Bauzaun überklettert und eine Schnellstraße überquert, wobei ihn ein Auto erfasst habe. Genanalysen hätten bestätigt, dass es sich bei dem 48-Jährigen um den Angreifer gehandelt habe.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann am Mittwoch maskiert in dem Kindergarten in Anfu mehrere Kinder und Lehrer attackiert. Nach Schilderungen von Angehörigen war er mit einem Messer bewaffnet. Die Zahl der Toten stieg von anfänglich drei auf vier, nachdem ein weiteres Opfer an seinen Verletzungen gestorben war, wie die Polizei berichtete.

Solche Angriffe auf Kinder sind in China nicht selten. Bei früheren Verbrechen wollten sich Täter wegen empfundener Ungerechtigkeiten an der Gesellschaft rächen und suchten sich dafür die schwächsten Mitglieder aus. An Schulen und Kindergärten in China herrschen deswegen schon lange strenge Sicherheitsmaßnahmen. Wachpersonal steht an den Eingängen. Eltern, Verwandte noch andere Personen werden meist nicht auf das Schul- oder Kindergartengelände gelassen. Sie können ihre Kinder nur am Eingang abgeben und dort wieder abholen. (dpa)  © dpa