Uli Hoeneß hat vier Monate nach seinem Haftantritt am Samstag erneut einige Stunden Ausgang bekommen. Einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag" bestätigte der Sprecher des bayerischen Justizministeriums am Sonntag, ohne Details zu nennen.

Uli Hoeneß verbrachte laut "BamS" drei Stunden Freizeit in seinem Haus am Tegernsee. Am späten Nachmittag sei der ehemalige Präsident des FC Bayern München in die Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech zurückgekehrt, so die Boulevardzeitung.

Das Münchner Landgericht hatte Hoeneß am 13. März wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Am 20. September hatte der 62-Jährige seinen ersten Ausgang bekommen.

Nur zum Schlafen ins Gefängnis?

Wann Hoeneß Freigänger wird, verraten die Justizbehörden nicht. Freigänger können tagsüber außerhalb des Gefängnisses arbeiten und müssen nur zum Schlafen hinter Gitter. Zu Hafterleichterungen gehört auch Urlaub. Das bayerische Strafvollzugsgesetz sieht die höchste Stufe der Lockerungen nach mindestens sechs Monaten Haft vor. Demnach könnte Hoeneß Weihnachten wieder im Kreise der Familie feiern.

Auch das Ende der Haft kann er in den Blick nehmen. Denn offenbar geht die Justiz davon aus, dass Hoeneß nur die Hälfte seiner Gefängnisstrafe verbüßen muss und die andere Hälfte zur Bewährung ausgesetzt wird. Bei Ersttätern, die sich im Gefängnis anständig benehmen und keine Gefahr für die Öffentlichkeit sind, ist dies durchaus üblich. Hoeneß könnte also nach 21 Monaten ein freier Mann sein. Das wäre Anfang März 2016. (abi/dpa)