Tsunami in Indonesien: Tödliche Wassermassen durch Vulkanausbruch

Indonesien ist schon wieder von einem Tsunami getroffen worden. Die Naturkatastrophe forderte über 200 Menschenleben. Hunderte Menschen wurden zudem verletzt. (thp/dpa)

In Indonesien hat ein Tsunami mindestens 222 Menschen das Leben gekostet.
Behördenangaben zufolge wurden durch die Naturkatastrophe 843 Personen verletzt. 30 weitere gelten bislang als vermisst.
Die Katastrophe ereignete sich am Samstag gegen 21.00 Uhr (Ortszeit). Dabei wurden Küstenstriche zu beiden Seiten der als Sundastraße bekannten Meerenge zwischen Sumatra und Java getroffen.
Der Indonesischen Agentur für Geophysik zufolge wurde der Tsunami durch einen Vulkanausbruch ausgelöst. Demnach kam es bedingt durch die Eruption des Vulkans Anak Krakatau zudem zu einem Erdrutsch unter Wasser.
Besonders heftig getroffen wurde dabei die indonesische Provinz Banten.
In der auch bei Touristen beliebten Region starben nach Aussage eines Sprechers des Indonesischen Katastrophenschutzes 126 Menschen.
In den betroffenen Regionen der Provinz richteten die Wassermassen zudem schwere Schäden an.
So wurden laut dem Katastrophenschutz 430 Häuser bei der Katastrophe beschädigt.
Außerdem wurden Dutzende Autos und mehrere Schiffe in Mitleidenschaft gezogen.
Naturkatastrophen sind in Indonesien keine Seltenheit. Erst vor drei Monaten starben auf der Insel Sulawesi mehr als 2.200 Menschen, nachdem ein Erdbeben einen Tsunami ausgelöst hatte. (Archivbild)
Schuld an der hohen Anzahl von Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen ist die Lage des Landes.