Tote bei schwerem Zugunglück in Dänemark

Bei einem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind am Mittwochmorgen sechs Menschen ums Leben gekommen.

Bei einem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind am Mittwochmorgen sechs Menschen ums Leben gekommen.
Der Zug war gegen 7:30 Uhr von einem Gegenstand getroffen worden und hatte deshalb stark bremsen müssen.
Die Havariekommission vermutet später, dass die Ladung eines entgegenkommenden Güterzuges das Unglück ausgelöst haben könnte.
Der Zug der Bahn-Tochter DB Cargo transportierte Leergut der Brauerei Carlsberg. Die Waggons waren mit Bierkisten beladen und hatten teilweise Planen anstelle von festen Wänden.
Zum Zeitpunkt des Unglücks zog ein Sturm über Dänemark hinweg. Wegen heftiger Winde ...
... war die 18 Kilometer lange Brücke zuvor für den Autoverkehr gesperrt worden.
Möglicherweise hatten die starken Winde die Ladung gegen den Zug geworfen. Wie ein Sprecher der Havariekommission mitteilte, könnte der Zug aber auch in die herabgefallene Ladung gefahren sein.
Eine Aufarbeitung der genauen Unglücksursache dürfte noch Wochen, möglicherweise auch Monate dauern.
Bei dem Unglück starben sechs Menschen, 16 weitere wurden verletzt. Ob sich unter den Opfern auch Ausländer befinden, konnte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch noch nicht sagen.
Die Nachrichtenagentur Ritzau berichtet, es handele sich um das schwerwiegendste Zugunglück in Dänemark seit 1988.
Damals waren in Sorø acht Menschen ums Leben gekommen sowie 72 verletzt worden.
Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen reagierte betroffen auf das Unglück auf dem Großen Belt.
"Ganz gewöhnliche Dänen, auf dem Weg zur Arbeit oder auf der Heimreise von den Weihnachtsferien, haben ihr Leben verloren."
Der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigte sich ebenfalls betroffen. Er sprach den Familien und Freunden der Opfer sein Beileid aus.
Wie die dänische Königin Margrethe II. auf der Webseite des Königshauses erklärte, berühre sie das Unglück zutiefst. "Meine Gedanken und mein tiefstes Mitgefühl gehen sowohl an die Hinterbliebenen und ihre Familien als auch an die Verletzten."