Nach der tödlichen Schießerei in einer Bar in Basel am Donnerstagabend fahndet die Polizei mit Hochdruck nach den Tätern. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie nach Deutschland flüchteten.

Dramatische Szenen in Basel am Donnerstagabend: Gegen 20:15 betreten zwei Männer das Lokal Café 56 in der Erlenstraße und eröffnen das Feuer. Zwei Gäste werden getötet, eine weitere Person lebensgefährlich verletzt.

Gleich darauf flüchten die Täter in Richtung Badischer Bahnhof. Der Überfall fand nur wenige hundert Meter hinter der deutschen Grenze statt. Die Grenzbehörden seien informiert worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Peter Gill. Zur Zusammenarbeit mit deutschen Polizeistellen wollte er sich nicht äußern.

Auch zu möglichen Tatmotiven machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Opfer sind Albaner

Wie am Freitagvormittag bekannt wurde, handelt es sich bei den Opfern um zwei Albaner, 28 und 39 Jahre alt. Der Schwerverletzte, ein 24-jähriger Albaner, ist außer Lebensgefahr.

Die anderen Gäste seien mit dem Schrecken davongekommen und alarmierten sofort die Polizei, hieß es in einer Aussendung der Polizei. Die eintreffenden Beamten versuchten noch, die Schwerverletzten zu reanimieren, bevor der Notarzt eintraf.

Bei einer Schießerei in einer Bar in Basel sind am Donnerstagabend zwei Menschen getötet worden, ein anderer Gast wurde lebensgefährlich verletzt.

Täter suchten Café wohl gezielt auf

Für den Fall wurde eine Sonderkommission eingesetzt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Täter gezielt das Café aufgesucht haben. Das Motiv der Tat sei noch nicht geklärt. Einen terroristischen Hintergrund schließen die Ermittler aber aus.

Bei der Fahndung bittet die Polizei dieum Unterstützung. Gesucht werden zwei Männer, 30 bis 40 Jahre alt, schwarze Haare, etwa 1,75 Meter groß. Sie trugen dunkle Kleider. Einer davon eine braune bzw. schwarze Lederjacke. Gemäß verschiedenen Hinweisen handelt es sich bei den Tätern um Osteuropäer.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, Tel. 061 267 71 11, oder mit der nächsten Polizeiwache in Verbindung zu setzen. (af)