Eine Tempelweihe im indischen Chamarajanagar endet mit elf Toten und fast 100 Verletzten. Die Polizei geht davon aus, dass der für die Weihe verwendete Reis absichtlich vergiftet wurde.

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Im Süden Indiens sind laut Medienberichten elf Menschen ums Leben gekommen und Dutzende erkrankt, nachdem sie in einem Hindutempel Reis gegessen hatten.

Rund 70 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, elf von ihnen befänden sich in einem kritischen Zustand, meldete die BBC unter Berufung auf die Polizei. Dem Bericht zufolge soll es zwei Festnahmen gegeben haben.

In anderen Berichten ist sogar von mehr als 90 Menschen im Krankenhaus die Rede. Zudem seien mehrere Krähen gestorben, die von dem Reis gefressen hatten. Laut der indischen Website NDTV sucht die Polizei nach fünf weiteren Verdächtigen.

Tomatenreis roch auffällig

Der Vorfall ereignete sich am Freitag im Maramma-Temepl in Chamarajanagar im südlichen Bundesstaat Karnataka. "Uns wurde Tomatenreis angeboten, der auffällig roch", berichtete ein Teilnehmer der Zeremonie. "Alle, die ihn wegwarfen, sind okay, und die, die ihn aßen, begannen zu brechen und klagten über Magenschmerzen."

Ein anderer Zeuge berichtete, dass es sich um eine Feier zur Tempelweihe gehandelt habe und viele Menschen aus benachbarten Dörfern angereist seien.

Reis wohl absichtlich vergiftet

Der Reis war im Anschluss an die Zeremonie als Weihe verteilt worden. Die Polizei geht laut NDTV davon aus, dass das Essen absichtlich vergiftet wurde - möglicherweise mit einem Pestizid. Der Tempelweihe war demnach ein Streit zweier rivalisierender Gruppen vorausgegangen. (ank/dpa)

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