Ein Mann ist in Toronto mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren - es gibt neun Tote und 16 Verletzte. Die Polizei hat den Tatverdächtigen festgenommen. Man geht von Absicht aus.

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Ein Lieferwagen ist im kanadischen Toronto in eine Gruppe von Fußgängern gefahren und hat dabei mehrere Menschen erfasst. Neun Menschen kamen dabei ums Leben, teilte Polizeisprecher Peter Yuen mit. 16 weitere Personen wurden verletzt.

Fahrer festgenommen

Der Fahrer sei festgenommen worden und weitere Verdächtige gebe es nicht, sagte der Polizeisprecher. "Ich habe eine Waffe in meiner Tasche", drohte er den Beamten einem CTV-Bericht zufolge kurz vor seiner Festnahme, die dann aber offenbar ohne Schusswechsel stattfand. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Die betroffene Gegend liegt in einer Einkaufsmeile im Norden Torontos im Bezirk North York und ist tagsüber belebt, dort liegen Geschäfte und Restaurants. Der weiße Transporter - der Aufschrift nach ein Mietwagen - war Berichten zufolge mit hoher Geschwindigkeit von der Straße auf den Gehweg gefahren.

Gegend abgeriegelt

Die Gegend wurde abgesperrt, auch der U-Bahnverkehr wurde unterbrochen. Das Auto stand nach dem Vorfall mit zerbeulter Motorhaube auf dem Gehweg.

"Er hat die Leben so vieler Menschen zerstört", sagte Alex Shaker gegenüber CTV. "Alles, was ihm in den Weg kam." Auch jemand mit einem Kinderwagen sei vom Auto erfasst worden. "Es waren so viele Körper", sagte Augenzeugin Carol Roberts.

Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau sagte, dass die Behörden den Vorfall untersuchten. Weitere Informationen sollten so schnell wie möglich bekanntgegeben werden. "Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen", so Trudeau.

Mehrere Schwerverletzte

Sie habe "viele Menschen leblos am Boden" liegen sehen. Die Opfer seien noch auf der Straße behandelt worden, sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte. Augenzeugen zufolge waren auf der Straße mehrere Blutspuren zu sehen.

In Toronto hatten sich am Sonntag und Montag die Außenminister der G7-Staaten versammelt, um über Konflikte in Syrien, der Ukraine und andere politische Themen zu diskutieren. (mss/dpa)