Der Pferdehändler Ulrich K. betreibt im Kanton Thurgau eine Tierhaltung. Die 300 Tiere dort leiden unter katastrophalen Zuständen. Nun soll ihnen geholfen werden.

Am Montag ist Ulrich K. von der Schweizer Polizei festgenommen worden. Der vorbestrafte Pferdehändler ist Besitzer einer Tierhaltung im Thurgau.

In den vergangenen Tagen wurde ein Skandal um den Hof des 49-Jährigen in Hefenhofen öffentlich: Rund ein Dutzend Pferde waren dort in den vergangenen Monaten verendet.

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Regierungsrat: "Entsetzliche Zustände"

Auch die rund 300 anderen Tiere von Ulrich K. leiden unter schlimmen Bedingungen, sind komplett abgemagert und müssen verschimmeltes Brot fressen.

Regierungsrat Walter Schönholzer (FDP) sprach bei einer Medienkonferenz von "entsetzlichen Zuständen, die auf dem Hof herrschten".

Wie die Kantonspolizei Thurgau mitteilte, sah man sich am Montag dazu genötigt, so schnell wie möglich einzugreifen. Der Hof wurde von Einsatzkräften gestürmt und umgehend abgeriegelt. Ulrich K. ließ sich ohne Widerstand abführen.

Evakuierung der Tiere ist in vollem Gange

Nun ist die Kantonspolizei damit beschäftigt, die verwahrlosten Tiere in Sicherheit zu bringen. Der Hof wird komplett geräumt. Die Evakuierung der Tiere verläuft nach Angaben der Polizei "unter Beizug von Tierhändlern".

Insgesamt befanden sich auf Ulrich K.s Hof neben seinen 90 Pferden auch 100 Schweine, 50 Rinder, ein Dutzend Schafe, drei Ziegen und einige Lamas, wie Tierarzt Paul Witzig auf der Medienkonferenz bestätigte.

Solange die Räumung der Tierhaltung noch im Gange ist, wird die Polizei den Hof weiterhin absperren und sichern. (fte)

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