München (kle) - Weil ein Berliner Ersatzteile für seinen Staubsauger bestellte, geriet er unter Terrorverdacht.

Bei der Firma Bosch und Siemens orderte Ali ben Salem eine Staubsaugerdüse. Seit 40 Jahren lebt der Mann in Deutschland und ist zudem deutscher Staatsbürger. Anstatt das Ersatzteil jedoch problemlos geschickt zu bekommen, bekam er laut "tz" nur einen Brief des Unternehmens: Die Bestellung sei durch das Prüfsystem gestoppt worden.

Nicht wissend, warum er die Düse nicht erhalten würde, wandte sich der Kunde an ein Service-Center des Unternehmens. Dort war seine Überraschung groß, denn ein Mitarbeiter teilte Ali ben Salem mit, dass er unter Terrorverdacht stehe. Bevor er das Ersatzteil bekommen könne, müsse er seinen Personalausweis oder Reisepass vorlegen.

Auf Mediennachfragen bestätigte das Unternehmen den Vorfall. Die Maßnahme sei notwendig gewesen, weil der Name des Mannes auf der Liste gesuchter Personen stünde. Zwar gehe man davon aus, dass es sich nur um eine Namensgleichheit handele, dennoch müsse dem Verdacht aufgrund zweier Anti-Terror-Verordnungen der EU nachgegangen werden.

Ali ben Salem gefiel der Umgang mit ihm gar nicht. Er trat vom Kaufvertrag zurück.