Die Suche nach dem verschollenen Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub ist vorerst von den italienischen Rettungskräften unterbrochen. Der Unternehmer wird seit Samstag vermisst.

Weitere aktuelle News finden Sie hier

Die Suche nach Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub ist auf italienischer Seite vorerst unterbrochen worden. Das erklärte Adriano Favre, Leiter der Bergrettungsdienste im Aoasta-Tal auf Nachfrage der Schweizer Zeitung "Blick".

"Das Wetter ist auf der italienischen Seite zu schlecht, es schneit, die Lawinengefahr ist zu groß. Wir mussten die Suche deshalb gestern Nachmittag unterbrechen, bis das Wetter besser wird."

Wann die italienischen Rettungskräfte ihre Arbeit wieder aufnehmen können, ist aufgrund der Wetterlage unklar.

Man hoffe auf ein Schönwetter-Fenster am Freitag. "Die Suche ist sehr schwierig, das Gebiet ist sehr groß und die Spuren sind verwischt", sagte der Sprecher der italienischen Bergrettung, Walter Milan.

Die Hoffnung, ihn zu finden, werde allerdings nicht aufgegeben. "Es kann ein Wunder geschehen, aber das Wetter hilft nicht", so Milan.

Fiel er in eine Gletscherspalte?

Sein Kollege Adriano Favre äußert außerdem einen schlimmen Verdacht. Laut dem Bergretter handelt es sich um ein sehr großes Gletschergebiet, das durchsucht werden müsse. Es sei auch denkbar, dass Haub in eine Gletscherspalte gefallen sein könnte.

Auf der Schweizer Seite wird laut dem Bericht mit Helikoptern nach dem Vermissten gesucht.

Bereits seit Samstag wird der Unternehmer im Skigebiet am Matterhorn vermisst. Der Tengelmann-Chef war alleine zu einer Bergtour aufgebrochen.

Zuletzt wurde Haub um 8.30 Uhr beim Besteigen der Klein-Matterhorn-Bahn gesehen. Zu einem vereinbarten Treffpunkt mit seiner Familie am Samstagnachmittag erschien er nicht. Seitdem gilt der 58-Jährige als verschollen. (dar)