Die Suche nach Flug MH370 der Malaysia Airlines geht weiter: Noch immer beschäftigt die verschwundene Boeing 777 die Welt. Seit nunmehr elf Tagen fehlt von Flug MH370 von Kuala Lumpur nach Peking jede Spur. Theorien über den Verbleib des Fluges reichen von Sabotage, Entführung, Terrorakt bis hin zur Suizidabsicht eines Piloten - wir halten Sie in unserem Ticker auf dem Laufenden.

13:40 Die Passagiere des verschwundenen Flugs MH370 gelten mittlerweile als unverdächtig. Ermittler haben nach Angaben der malaysischen Behörden bei ihren Untersuchungen keine Verdachtsmomente gefunden. Verkehrs- und Verteidigungsminister Hushamuddin Hussein erklärte vor Journalisten in Kuala Lumpur: "Wir haben die (Ergebnisse der) Überprüfungen der Profile der Passagiere von allen Ländern mit Ausnahme der Ukraine und Russlands erhalten. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde keine bedeutende Information über die Passagiere gefunden." Insgesamt waren 239 Passagiere an Bord des Flugzeugs.

13:22 Der Versicherungskonzern Allianz hat mit der Auszahlung einer Millionensumme für das vermisste Flugzeug aus Malaysia begonnen. Außer der Fluggesellschaft Malaysia Airlines erhielten auch die Angehörigen der vermissten Passagiere eine finanzielle Entschädigung, sagte eine Sprecherin des Münchner Konzerns am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts". Wie viel Geld die Angehörigen erhalten, blieb aber offen.

Die gesamte Versicherungssumme für die Maschine soll bei mehr als 100 Millionen Dollar liegen, hieß es aus Versicherungskreisen. Die Sprecherin äußerte sich nicht dazu. Die Allianz führt ein Konsortium aus mehreren Unternehmen an, das die Flotte der Malaysia Airlines versichert hat. Wie groß der Anteil der Allianz an den gesamten Zahlungen ist, blieb unklar.

12:11 Ermittler haben keine Spur der vermissten Boeing der Malaysia Airlines in China gefunden. Es gebe keinen Hinweis, dass das Flugzeug in den chinesischen Luftraum eingedrungen sei, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Hong Lei, am Mittwoch in Peking. "Aber es gibt ein großes Areal. Die Suche läuft noch", ergänzte er.

Nach Ansicht der malaysischen Ermittler dürfte die Boeing der Malaysia Airlines nach ihrem Verschwinden auf dem Weg nach Peking eine von zwei Routen geflogen sein: Der Nordkorridor reicht von Malaysia Richtung Nordwesten über das indisch-pakistanische Grenzgebiet bis nach Kasachstan, der südliche an Indonesien und Australien vorbei in den Indischen Ozean. War das Flugzeug in nördlicher Richtung unterwegs, könnte es auch nach China gelangt sein.

"China hat Satellitendaten auf Anfrage aus Malaysia bereitgestellt", sagte Hong Lei. Weitere Details zu den Daten wollte er nicht mitteilten. China hat nach eigenen Angaben 21 Satelliten neu ausgerichtet, um das Flugzeug oder eventuelle Wrackteile aufzuspüren. Mehr als 150 der 239 Insassen des verschollenen Flugzeugs waren Chinesen.

11:36 Vom privaten Flugsimulator des Piloten der verschwundenen Malaysia Airlines-Maschine sind am 3. Februar Daten gelöscht worden. Das sagte der malaysische Polizeichef Khalid Abu Bakar am Mittwoch in Kuala Lumpur. Das Gerät werde weiter untersucht und die Experten versuchten, die gelöschten Informationen wiederherzustellen. Die Maschine verschwand in der Nacht zum 8. März. Verkehrsminister Hishammuddin Hussein betonte: "Alle Crew-Mitglieder, einschließlich der Piloten, sind unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist."

11:28 Malaysische Ermittlungsexperten haben einen US-Medienbericht dementiert, wonach die Kursänderung des verschwundenen Flugzeugs schon vor der Pilotenabmeldung am Boden ins Bordcomputer eingegeben war. Die zeitliche Sequenz sei falsch, sagte Azharuddin Abdul Rahman, Chef der zivilen Luftfahrtbehörde Malaysias, am Mittwoch in Kuala Lumpur vor der Presse. Der US-Sender NBC hatte unter Berufung auf Ermittler berichtet, die Kursänderung sei im Cockpit programmiert gewesen, bevor Copilot Fariq Abdul Hamid sich um 01.19 Uhr mit "Alright, good night" abgemeldet habe.

11:01 In sozialen Netzwerken wie Twitter und Co. macht derzeit eine neue Theorie um das verschwundene Flugzeug die Runde: Es soll im Cockpit von Flug MH370 gebrannt haben. Der langjährige Pilot Chris Goodfellow, seit 20 Jahren in Kanada tätig, hat die Vermutung aufgestellt, dass ein Feuer an Bord die Kursänderung erzwungen haben könnte. Nachdem der Brand ausgebrochen war, könnte Kapitän Zaharie Ahmad Shah der Theorie zufolge versucht haben, das Flugzeug durch einen Richtungswechsel nach Westen zu retten und auf der malaysischen Insel Langkawi zu landen.

Weshalb die Notlande-Aktion schiefgegangen sei, könne laut Goodfellow leicht erklärt werden: Die Besatzung müsse durch den Rauch bewusstlos geworden und das Flugzeug daraufhin per Autopilot weitergeflogen sein, bis ihm der Treibstoff ausgegangen sei. Auch die Bordelektronik würde bei einem Brand zerstört - mit fatalen Folgen: "Meiner Meinung nach macht der Ausfall von Kommunikationsgeräten und Transpondern bei einem Brand absolut Sinn."

Warum MH370 keinen Notruf absetzte, will Goodfellow ebenfalls wissen: "In solch einer schwerwiegenden Situation ist die Crew damit beschäftigt, das Flugzeug unter Kontrolle zu halten und gegen das Feuer zu kämpfen."

10:06 Die Kursänderung des verschollenen Malaysia-Airlines-Flugs MH370 soll einem Medienbericht zufolge bereits vor der Abmeldung der Piloten im Bordcomputer eingegeben worden sein. Das berichtete der US-Sender NBC unter Berufung auf Ermittlerkreise. Sollte der NBC-Bericht stimmen, stellt sich die Frage, wieso die Piloten bei der Abmeldung nichts sagten. Wenn die Bodenkontrolle die Kursänderung durch die automatischen Signale des Flugzeugs vor der verbalen Abmeldung mitbekam, wäre die zweite Frage: Warum haben die Ermittler das bislang verschwiegen?

Der Richtungswechsel erfolgte mindestens zwölf Minuten, bevor sich Co-Pilot Fariq Abdul Hamid mit den Worten "Alles klar, gute Nacht" von den Fluglotsen verabschiedete, wie NBC weiter berichtete. Das wäre um 01:07 Uhr Ortszeit gewesen. Das war der Zeitpunkt, als das letzte Signal aus dem Kommunikationssystem (ACARS) an die Bodenkontrolle ging. Die Abmeldung erfolgte um 01:19 Uhr.

10:01 China legt derweil in seiner scharfen Kritik an den malaysischen Ermittlungs- und Kommunikationsmethoden nach. "Es ist bekannt, dass ungenaue oder zumindest unvollständige Informationen dazu geführt haben, dass die anfängliche Suche im Südchinesischen Meer ins Leere lief und kostbare Zeit vergeudet wurde", hieß es in einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Wegen mangelnder Transparenz seien intensive Bemühungen verpufft und viele Gerüchte aufgekommen. Informationen dürften nicht aus Gründen der nationalen Sicherheit unter dem Deckel gehalten werden, sondern müssten zumindest unter den Beteiligten ausgetauscht werden.

09:44 Die Polizei der Malediven geht Berichten nach, wonach die Bewohner einer abgelegenen Insel am Tag des Verschwindens von Flug MH370 einen tief fliegenden Jumbo-Jet sichteten. Der Bericht der Internetseite "Haveeru" werde überprüft, erklärte die Polizei in Male. Laut der Seite berichteten Bewohner der Insel Kuda Huvadhoo im Süden des Archipels, ein weißes Flugzeug mit roten Streifen habe am 8. März die Insel im Tiefflug überquert. "Ich habe noch nie zuvor einen Jet so tief über unsere Insel fliegen sehen, ich konnte sogar genau die Türen sehen", zitiert "Haveeru" einen Augenzeugen.

09:33 Die thailändische Luftwaffe berichtete am Mittwoch über neue Erkenntnisse aus dem Radar vom Tag des Verschwindens. Kurz nach dem letzten Funkspruch der Maschine sei ein "unbekanntes Flugzeug" registriert worden, teilte sie mit. Dieses sei jedoch nicht als Bedrohung eingestuft worden. Den Angaben zufolge flog die Maschine sechs Minuten nach dem Funkspruch über dem Südchinesischen Meer wieder zurück in Richtung Kuala Lumpur.