Die Suche nach Flug MH370 der Malaysia Airlines geht weiter: Nach dem Fund möglicher Trümmerteile im Indischen Ozean gibt es neue Hoffnung, das Rätsel um das vermisste Flugzeug doch noch zu lösen. Die australischen Behörden suchen sogar noch nach Überlebenden. Wir halten Sie in unserem Ticker auf dem Laufenden.

13:43 Die heutige Suche nach möglichen Wrackteilen des verschwundenen Flugzeugs in der extrem abgelegenen Region des Indischen Ozeans ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das teilte die australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) mit. Die fünfte Maschine, die dort im Einsatz war, kehrte am Abend kurz vor Einbruch der Dunkelheit um.

Einsatzleiter John Young sagte, insgesamt sei eine Region von 23.000 Quadratkilometern abgesucht worden. Er betonte erneut, dass die Spezialisten nach wie vor nach Überlebenden Ausschau halten. Inzwischen sei ein zweiter Frachter in der Region und an der Suche beteiligt.

12:30 Für chinesische Angehörige - fast zwei Drittel der Passagiere des verschollenen Flugzeugs sind Chinesen - findet in Peking ein Treffen mit malaysischen Regierungs- und Militärvertretern statt. "Sie haben so viel Zeit verschwendet", rief ein Mann der Delegation mit brüchiger Stimme zu. Verzweifelte Angehörige hatten aus Protest gegen die schleppenden Ermittlungen und die malaysische Informationspolitik mit Hungerstreik gedroht.

11:08 Bei der Suche nach der malaysischen Boeing 777 halten die Helfer zwei Wochen nach deren Verschwinden noch Ausschau nach Überlebenden im Ozean. Das sagte der Leiter für Nothilfe-Einsätze der australischen Seesicherheitsbehörde (Amsa), John Young. Fünf Flugzeuge sind in der abgelegenen Seeregion im Indischen Ozean im Tiefflug im Einsatz.

Hoch spezialisierte Späher versuchen, vom Fenster aus die Objekte zu sichten, die auf einem inzwischen fünf Tage alten Satellitenbild als mögliche Wrackteile identifiziert worden waren. "Wir haben bislang nichts gefunden", sagte Young.

10:24 Bei der Suche nach den beiden auf den Satellitenbildern entdeckten Objekten - eines davon 24 Meter lang - war das Wetter heute besser als am Vortag. "Die Wolken hängen zwar tief, aber darunter ist es relativ klar", sagte Young. Die Aufklärungsflugzeuge fliegen nur wenige hundert Meter über der Wasseroberfläche. "Das Gebiet ist immer noch riesig, dort etwas mit bloßem Auge zu sehen ist schwierig."

Die Maschinen brauchen mehr als drei Stunden, um das Gebiet rund 2.500 Kilometer südwestlich von Perth an der australischen Westküste zu erreichen. Im Einsatz sind unter anderem drei Seeaufklärer vom Typ Orion P-3. Sie sind mit Radar, Sonar und Infrarot-Sensoren ausgestattet und können mithilfe eines Magnetdetektors Objekte bis 300 Meter Wassertiefe orten. In der Nähe des Fahrgestells sind zudem ferngesteuerte Kameras mit Zoom installiert. Die Maschinen fliegen in der Regel mit einer elfköpfigen Besatzung.

9:15 China hat weitere Schiffe auf die Suche nach möglichen Wrackteilen der verschollenen Boeing 777 geschickt. Der Eisbrecher Xuelong (Schneedrache) füllt in Australien seinen Proviant auf und fährt dann in den südlichen Indischen Ozean, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Drei Schiffe der chinesischen Marine sind bereits unterwegs und zwei Rettungsschiffe sollen bald in See stechen.

Sie suchen nach Objekten, die australische Experten auf Satellitenbildern als mögliche Bruchstücke eines Flugzeugs eingestuft hatten. Ein Teil des Treibguts soll 24 Meter lang sein, das zweite fünf Meter. Schlechtes Wetter hatte die Suche nach möglichen Wrackteilen der verschollenen Maschine des Malaysia-Airlines-Flugs MH370 am Donnerstag schwierig gemacht, wie die australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) berichtet, die die Suche koordiniert.

Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Später stellte sich heraus, dass die Maschine noch stundenlang mit geänderter Route weitergeflogen sein muss, während die Kommunikationssysteme an Bord offenbar von Hand abgeschaltet wurden. Seitdem konzentriert sich ein Teil der Ermittlungen auf die beiden Piloten.