Erste Todesopfer und schwere Schäden: Der Wirbelsturm "Florence" ist zwar abgeschwächt aber immer noch äußerst gefährlich.

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Der Wirbelsturm "Florence" hat im Südosten der USA heftige Überschwemmungen verursacht und mehrere Menschen in den Tod gerissen. Der Sturm trug am Wochenende große Wassermassen in die Bundesstaaten North Carolina und South Carolina. Nach Angaben von US-Medien waren fast eine Million Menschen in den beiden Staaten ohne Strom. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Der heftige Regen kann nach Expertenangaben noch Tage andauern - und damit weitere Überschwemmungen auslösen.

Der Sturm war am Freitagmorgen (Ortszeit) in North Carolina auf Land getroffen. Er erreichte die Küste mit geringerer Stärke als ursprünglich befürchtet. Noch über dem Meer war "Florence" zwischenzeitlich zu einem Hurrikan der Stärke 4 angewachsen - mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde. Bis zu seinem Eintreffen an der Küste wurde er jedoch mehrfach herabgestuft.

Gewaltige Wassermengen

Am Samstag galt er mit Windgeschwindigkeiten von 75 Kilometern pro Stunden nur noch als Tropensturm. Zerstörerische Kraft entfaltete er dennoch. Die Tücke an "Florence" ist nicht die Windstärke, sondern die große Menge an Niederschlägen, die der Sturm mit sich bringt.

Flüsse traten über die Ufer und erreichten Rekord-Pegelstände. Straßen wurden überspült, Stromleitungen beschädigt. Katastrophenschützer mussten zum Teil ausrücken, um Menschen aus überfluteten Häusern zu retten - etwa in New Bern in North Carolina, das der Sturm als einen der ersten Orte getroffen hatte.

Sechs Tote

Mindestens sechs Menschen starben nach offiziellen Angaben bisher im Sturm oder an seinen Folgen: Eine Mutter und ihr Kleinkind kamen in der Küstenstadt Wilmington (North Carolina) um, als ein umstürzender Baum auf ihr Haus krachte, wie die Polizei mitteilte. Eine Frau starb an einem Herzinfarkt - Rettungskräfte kamen wegen des Sturmes nicht rechtzeitig zu ihr. Ein Mann erlitt einen Stromschlag, als er mit einem Notstromaggregat hantierte. Ein 77-Jähriger in Kinston wurde vom Sturm schlicht umgeblasen - er starb beim Sturz. In South Carolina starb eine Frau, als ihr Auto auf einen umgestürzten Baum prallte, wie der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, am Samstagnachmittag (Ortszeit) mitteilte.

"Florence" bewegt sich kaum vom Fleck

Der Sturm bewegte sich am Samstag laut Hurrikan-Zentrum extrem langsam vorwärts - mit nur sechs Kilometern pro Stunde. "Florences" langsamer Weg ins Landesinnere werde "katastrophale Sturzfluten" auslösen, warnten Meteorologen auf "weather.com".

Auch der Leiter des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, mahnte, Sturmfluten drückten mehr und mehr Wasser ins Landesinnere, was ebenfalls zu großflächigen Überschwemmungen beitrage.

Die Behörden hatten vorsorglich mehr als eine Million Menschen entlang der Südostküste aufgerufen, sich vor dem Wirbelsturm in Sicherheit zu bringen und landeinwärts Schutz zu suchen - bei Freunden, Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften. Nicht alle waren aber den Aufrufen gefolgt. (mss/dpa)

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"Florence": Ein tödlicher Sturm flutet die USA

Mit zerstörerischer Kraft zieht Sturm "Florence" über North und South Carolina. Die Tücke ist weniger die Windstärke als die enormen Niederschläge. Dramatische Szenen spielen sich ab. Mindestens fünf Menschen sterben. Und es ist noch nicht vorbei. (Mit Material der dpa)