Eine Mutter und ihre Tochter sterben beim Brand eines Mehrfamilienhauses im sächsischen Grimma. Ein Sohn kommt ebenfalls ums Leben, ein anderer schwebt in Lebensgefahr. Brandursache soll der Herd sein.

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Ein Brand hat am frühen Montagmorgen in Grimma im Landkreis Leipzig zwei Todesopfer gefordert.

Ein acht Jahre altes Mädchen konnte nur noch tot aus einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses geborgen werden, die 32-jährige Mutter des Kindes starb wenig später im Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte.

Ein zwölfjähriger Junge rettet sich

Ein sieben Jahre alter Sohn der Frau schwebt in Lebensgefahr. Einzig ein zwölfjähriger Bruder konnte sich unverletzt aus der Wohnung im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses retten.

Nach ersten Ermittlungen ist das Feuer in der Nacht in der Küche der Wohnung ausgebrochen. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge wurde der Brand durch eine Fehlbedienung des Herdes ausgelöst. "Die Brandausbruchsstelle wurde in der Küche lokalisiert", hieß es später seitens der Leipziger Polizei

Bewohner müssen vorübergehend ausziehen

Während des Brandes und der Löscharbeiten der Feuerwehr wurde das betroffene Gebäude evakuiert. 30 Menschen aus den insgesamt 26 Wohnungen in dem Objekt wurden von der Stadtverwaltung vorübergehend in einer Turnhalle und einer Jugendherberge untergebracht.

Zwei der Mieter wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen behandelt. Das sechsgeschossige Mehrfamilienhaus wurde gesperrt. Eine Rückkehr wird für die Mieter nach Angaben eines Stadtsprechers nicht vor Dienstagmittag möglich sein.

Geschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt ist nicht mehr erreichbar

Von dem Unglück betroffen war auch die Geschäftsstelle des Kreisverbandes Mulde-Collm der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Erdgeschoss des Gebäudes. "Wir sind außer Gefecht gesetzt", sagte eine AWO-Mitarbeiterin auf Anfrage.

Wie der Wohlfahrtsverband auf seiner Facebook-Seite mitteilte, waren der AWO Kreisverband Mulde-Collm und die AWO Kinderwelt gemeinnützige GmbH vorübergehend telefonisch und per Mail nicht erreichbar. (dpa/hau)

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