• In Spanien hat die Polizei einen mutmaßlichen Serienmörder festgenommen.
  • Mindestens vier homosexuelle Männer sollen dem Täter schon zum Opfer gefallen sein.
  • Der gesuchte Verdächtige stellte sich den Behörden - und bestreitet die Taten.

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Ein wegen mehrerer Morde an Homosexuellen im nordspanischen Bilbao Verdächtiger hat sich der Polizei gestellt. Der Mann habe jedoch bestritten, etwas mit den Taten zu tun zu haben, schrieb am Donnerstagabend die Zeitung "El País" unter Berufung auf die Polizei.

Sein Foto war zuvor von Medien veröffentlicht worden. Der Mann, der sich in der Stadt Irun stellte, sei festgenommen worden.

Mann soll mindestens vier Morde begangen haben

Der gesuchte 25-Jährige aus Kolumbien wird des Mordes in mindestens vier Fällen verdächtigt. Die Morde, die dem Mann zugeschrieben werden, wurden im vergangenen Jahr begangen, und zwar im September und Oktober.

Alle Morde, bei denen zunächst teils kein Fremdverschulden vermutet worden war, haben Berichten zufolge mehr als einen gemeinsamen Nenner: Die Opfer hätten über die insbesondere bei Schwulen beliebte Dating-App Grindr den mutmaßlichen Serienmörder kontaktiert. Sie hätten ihn zu sich nach Hause eingeladen und seien dort mit Drogen zu Tode betäubt worden. In allen Fällen seien die Bankkonten der Opfer geplündert worden. Alle Morde hätten sich in einem bestimmten Viertel im Zentrum Bilbaos ereignet.

So kamen die Beamten dem Verdächtigen auf die Spur

Die Beamten kamen dem Verdächtigen auf die Spur, als eines der Opfer dem Angreifer entkommen und ihn der Polizei beschreiben konnte. Zudem vergaß der Täter in der Wohnung des Opfers einen Rucksack mit Dokumenten und flüssigem Ecstasy, mit dem er Opfer betäubte.

Es wird derweil nicht ausgeschlossen, dass er mindestens vier weitere Menschenleben auf dem Gewissen hat. Es werde deshalb ermittelt, ob es in anderen spanischen Regionen ähnliche Verbrechen gegeben habe, die eventuell auch auf das Konto des Mannes gehen könnten. Indizien dafür gebe es in Madrid und Valencia, teilten die Behörden mit. Die baskische Polizei veröffentlichte vorerst zwar keine offizielle Mitteilung. Auf Anfrage bestätigte sie aber die Medienberichte und die "seit einiger Zeit" laufenden Ermittlungen. (dpa/mgb)