In der Schweiz haben drei maskierte und bewaffnete Männer einen Geldtransporter überfallen. Die Tochter eines Transportfahrers wurde dabei als Geisel genommen, später aber wieder freigelassen.

Drei maskierte und bewaffnete Männer haben in der Schweiz einen Geldtransporter überfallen und dabei nach Medienberichten millionenschwere Beute gemacht.

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Die Tochter eines Transportfahrers wurde im benachbarten Frankreich als Geisel festgehalten und später freigelassen, wie die Polizei des Kantons Waadt im Westen der Schweiz am Freitag berichtete.

Die Polizei bestätigte, dass die mutmaßlichen Täter den Geldtransporter komplett ausraubten, machte aber keine näheren Angaben dazu, wie viel die Männer mitnahmen.

Nach unbestätigten Informationen des französischen Nachrichtensenders BFMTV könnte die Beute einen Wert von zwischen 13 und 26 Millionen Euro haben.

Junge Frau wurde am Straßenrand gefunden

Menschen seien bei dem Überfall und der Geiselnahme nicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Überfall spielte sich demnach nördlich von Lausanne ab.

Der Geldtransporter sei am Donnerstagabend gezwungen worden, die Autobahn 1 zu verlassen und auf einem Parkplatz zu halten.

Dort hätten mehrere Männer gewartet, um das Fahrzeug zu überfallen. Sie seien mit einem geländegängigen Auto geflüchtet.

Die junge Frau, die als Geisel genommen wurde, sei am Donnerstagabend in Lyon entführt worden und am späten Abend in der Nähe des Ortes Tramoyes nordöstlich der südfranzösischen Metropole an einem Straßenrand gefunden worden, berichteten französische Medien.

Der Vater der Studentin lebe im französischen Annemasse nahe der Grenze und sei bei einem Schweizer Geldtransport-Unternehmen beschäftigt. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Lyon nahm auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur explizit keine Stellung zu dem Fall.

Für das Gericht ist die Tat an Grausamkeit kaum zu überbieten: Eine Frau wird mit Spiritus übergossen und in der eigenen Badewanne angezündet. Sie stirbt später qualvoll. Verurteilt wird ihr Ehemann, ein ehemaliger Anwalt.


© dpa