Schul-Amoklauf in Florida: Dramatische Bilder einer schrecklichen Bluttat

Ausgerechnet am Valentinstag, der an allen US-Schulen als Tag im Zeichen der Liebe begangen wird, erschoss ein ehemaliger Schüler der Marjory Stoneman Douglas Highshool in Parkland, Florida, mindestens 17 Menschen.

Das Broward County Jail hat den Medien ein Bild des Schützen Nikolas Cruz zur Verfügung gestellt. Der 19-Jährige hatte an seiner alten High School ein unfassbares Massaker angerichtet.
Der Amoklauf an einer US-Schule in Florida schockt die USA. Die Marjorie Stoneman Douglas High School in Parkland (hier bei der Evakuierung) gerät ins Visier eines ehemaligen Schülers. Er dringt in die Schule ein, löst den Feueralarm aus und schießt auf die flüchtenden Schüler und Lehrer. Mindestens 17 Menschen sterben.
Kräfte des FBI und der Polizei sperren das Areal um die Schule weiträumig ab und richten für die betroffenen Eltern und Kinder Unterkünfte in einem nahe gelegenen Hotel ein.
Fassungslosigkeit und Trauer sitzen tief bei den Schülern und Eltern. An der Schule unterrichten 129 Lehrer mehr als 3.000 Schülerinnen und Schüler, von der 9. bis zur 12. Jahrgangsstufe.
In den chaotischen Stunden nach Bekanntwerden der Bluttat müssen die Eltern bangen. Einige der Schüler schreiben ihren Eltern via Handy hilflos: "Was soll ich tun, wo soll ich hin?" Verzweifelt versuchen Eltern, Näheres in Erfahrung zu bringen.
Ein Schüler wird mit einem Spezial-Helikopter in ein nahe gelegenes Trauma-Zentrum geflogen.
Der Täter wird nach der Schreckenstat widerstandslos festgenommen. Dennoch gelten scharfe Sicherheitskontrollen. In der Vergangenheit gab es schon Fälle, in denen mehrere Täter beteiligt waren.
Unter einer Schnellstraßen-Brücke harren Eltern, Lehrer und Schüler aus. Viele Schüler schildern verzweifelt, wie sie sich in Abstellräumen und Spinden oder unter Schulbänken verbarrikadieren.
Die Angehörigen können nur warten. Um 14:25 Uhr Ortszeit (20:24 deutscher Zeit) beginnt der Mordlauf des 19-jährigen Ex-Schülers. Kurz vor Schulschluss. Die 24.000-Einwohner-Stadt Parkland ist letztes Jahr noch zur sichersten Stadt in Florida gekürt worden.
Die überlebenden Schüler und Lehrer werden über den Parkplatz der Schule evakuiert. Wie üblich müssen sie dabei ihre Hände zeigen, um der Polizei zu signalisieren, dass sie keine Waffen haben.
Sichtlich schockiert verlassen Schüler das Gelände.
Fassungslos stehen Schüler in Gruppen zusammen. In den USA ist es die 19. Schießerei an einer Schule in diesem Jahr. Drei Wochen ist es her, dass in Kentucky zwei Schüler getötet wurden.
Sheriff Scott Israel fordert die Menschen auf, für die Opfer, deren Angehörige und für die Stadt zu beten. In Gruppen suchen die Menschen Trost und Hoffnung.
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