Nach dem tödlichen Angriff in Halle/Saale vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zeigen sich Politiker auch über die Grenzen Deutschlands hinaus schockiert. Zwei Menschen sind bei der Attacke schwer bewaffneter Täter ums Leben gekommen. Die ersten Reaktionen.

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Bei Angriffen mitten in Halle/Saale haben schwer bewaffnete Täter vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen. Die Stadt Halle sprach von einer "Amoklage". Politiker auch über die Grenzen Deutschlands hinaus zeigen sich schockiert über die Geschehnisse.

Steffen Seibert (Regierungssprecher): "Zu den schrecklichen Nachrichten aus #Halle: Wir trauern um die beiden ermordeten Menschen. Wir hoffen, dass die Sicherheitskräfte den oder die Täter schnell fassen können. Es ist wichtig, den Hinweisen der Polizei Folge zu leisten, damit niemand weiteres zu Schaden kommt." (via Twitter)

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU): "Eine verabscheuungswürdige Tat. Es wurden durch sie nicht nur Menschen aus unserer Mitte gerissen, sie ist auch ein feiger Anschlag auf das friedliche Zusammenleben in unserem Land. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer."

SPD-Interimschefin Malu Dreyer: "Vieles deutet darauf hin, dass sich die brutale Gewalt gegen jüdisches Leben richtete. Das werden wir in Deutschland niemals dulden."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD): "Ganz klar ist, dass auch die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes jüdischen Glaubens sicher sein können, dass wir mit unserem ganzen Herzen bei ihnen sind und dass wir ihnen die ganze Solidarität übermitteln, die uns überhaupt möglich ist. Das ist etwas, was jeden in Deutschland bedrücken muss."

Bundesaußenminister Heiko Maas: "Dass am Versöhnungsfest #YomKippur auf eine Synagoge geschossen wird, trifft uns ins Herz. Wir alle müssen gegen den Antisemitismus in unserem Land vorgehen." (via Twitter)

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD): "Wer es bisher nicht glauben mochte, weiß jetzt: Antisemitismus in DEU ist in antisemitischen Terror umgeschlagen. Das ist entsetzlich." (via Twitter)

Cem Özdemir (Grüne): "Schreckliche Nachrichten aus Halle, heute am jüdischen Versöhnungstag Jom Kippur. Ich bin erschüttert & traurig" (via Twitter)

Sawsan Chebli (Berliner Staatssekretärin und frühere Sprecherin des Auswärtigen Amts/SPD): "Lasst uns gemeinsam einen Schutzschirm gegen Antisemitismus bilden. Ich stelle mich daher heute ab 20 Uhr vor die Synagoge in der Oranienburger Straße. Kommt vorbei und zeigt Haltung!" (via Twitter)

Jeremy Corbyn (Chef der größten britischen Oppositionspartei Labour): "Das ist eine schockierende und schändliche Attacke während des Jom Kippur, einem der heiligsten Tage im Jahr des Jüdischen Kalenders. Meine Gedanken sind bei den Verletzten und Trauernden und bei den jüdischen Gemeinschaften in Halle und überall auf der Welt." (via Twitter)

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen: "Entsetzliche Nachrichten über zwei Tote und einen Angriff auf eine Synagoge in Halle - heute an #JomKippur Wir müssen alles tun, damit Jüdinnen und Juden in Sicherheit leben können" (via Twitter)

CSU-Europapolitiker Manfred Weber: "Es hat einen Angriff auf jüdisches Leben auf deutschem Boden gegeben, das ist für jeden, vor allem für mich als Deutschen, ein Schock. Antisemiten und all diejenigen, die die Freiheit des Glaubens infrage stellen, sind nicht nur unsere Gegner, sie sind unsere Feinde." (szu/dpa)

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