In der Nacht hat Tief Hiltrud den Südwesten Deutschlands erreicht. Gegen sieben Uhr schneite es zum Teil heftig von Nordrhein-Westfalen über das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Baden-Württemberg.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal "wetter.net" warnt: "Es wird im Westen und Südwesten heute den ganzen Tag weiterschneien. Teilweise verlagert sich der Schneefall auch in den Osten und Süden. Es ist mit starken Verkehrsbehinderungen zu rechnen, zumal Tief Hiltrud auch viel Wind bringt und damit für Schneeverwehungen sorgt. Das grenzt an einen Schneesturm. In den westdeutschen Mittelgebirgen sind bis zu 20, teilweise 25 Zentimeter Neuschnee möglich. In tiefen Lagen immerhin noch bis zu 10 Zentimeter. Auf Straßen und Gehwegen ist es extrem glatt. Vermeiden Sie unnötige Autofahrten. So einen massiven Wintereinbruch bis ins Flachland gab es in Deutschland schon lange nicht mehr."

Sturm und Orkanböen im Schwarzwald können im Laufe des Samstags für Schneeverwehungen sorgen. Auf Autobahnen könne es in 400 bis 500 Metern Höhe kritisch werden, hieß es. In den tieferen Lagen kann es auch regnen. Im Norden und Osten der Republik bleibt es weitgehend sonnig und trocken. Die Temperaturen erreichen minus zwei Grad im Osten und vier Grad am Niederrhein.

Nächste Woche teilweise unter Minus 20 grad

So winterlich wie in der kommenden Woche war es seit März 2013 nicht mehr. Bis auf die küstennahen Regionen im Norden werden weite Teile Deutschlands einen weißen Jahreswechsel bekommen. Die Tageswerte liegen zwischen minus 1 und minus 8 Grad und schwanken allerdings täglich. Das liegt daran, dass sich immer wieder etwas mildere, aber auch feuchtere Luft dazwischen mogeln kann. Diese bringt jedoch neue Schneefälle ins Land - auch in den Osten und teilweise in den Norden. Aufgrund der Schneedecke werden die Nächte sehr kalt. Stelleweise fallen die Temperaturen auf unter minus 20 Grad und das in zwei Metern Höhe. Direkt am Erdboden dürfte es noch kälter werden. (lug/dpa)