Das Rote Kreuz hat im Sudan 280 Kinder und 70 Betreuer aus einem Waisenhaus in der teils heftig umkämpften Hauptstadt Khartum in Sicherheit gebracht. Die Kinder und Jugendlichen zwischen einem Monat und 15 Jahren seien aus dem Maygoma-Waisenhaus nach Wad Madani rund 200 Kilometer nördlich gebracht worden, berichtete das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag in Genf. Das IKRK habe von beiden Konfliktseiten Sicherheitsgarantien erhalten, dass der Konvoi nicht angegriffen werde. Die Aktion habe auf Bitten der Regierung am Mittwoch stattgefunden.

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"Wir sind sehr erleichtert, diese Kinder in Sicherheit zu wissen", sagte Jean-Christophe Sandoz, Leiter der IKRK-Delegation im Sudan. "Sie mussten in einem Gebiet, in dem der Konflikt in den vergangenen sechs Wochen wütete, eine unglaublich schwierige Zeit durchmachen. Sie hatten keinen Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung, was vor allem für Kinder mit besonderen Bedürfnissen schwierig war." Einige Kinder seien psychisch krank.

Im Sudan kämpfen seit Mitte April die Armee und paramilitärische Einheiten des ehemaligen Vizepräsidenten um die Vorherrschaft. Präsident und Vizepräsident sind Generäle, die sich 2021 gemeinsam an die Macht geputscht hatten, dann aber zerstritten. Vergangenes Wochenende war eine von den USA und Saudi Arabien vermittelte Feuerpause ausgelaufen.  © dpa

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