Zwischen Berlin und Hamburg rasen die ICE-Züge der Deutschen Bahn auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen Deutschlands. Wegen eines Oberleitungsschadens ist nun einer von ihnen auf freier Strecke liegen geblieben - mit unangenehmen Folgen für die Reisenden.

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Auf der vielgenutzten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist es am Freitag zu Verspätungen gekommen, nachdem ein ICE auf freier Strecke liegen blieb. Ursache war ein Oberleitungsschaden in Mecklenburg-Vorpommern.

Der ICE 690 war zwischen den Bahnhöfen Hagenow-Land und Pritzier in herabhängende Teile einer Oberleitung gefahren, woraufhin nach Bahnangaben der Strom abgestellt werden musste. Der Fernverkehr auf der Strecke Berlin-Hamburg musste in beiden Richtungen über Uelzen umgeleitet werden. Auch die Strecke Hamburg-Schwerin-Rostock war betroffen.

Reisende machen Bahn Vorfwürfe

Während die Reisenden in den umgeleiteten Zügen nach Bahn-Angaben Verspätungen von etwa einer Stunde hinnehmen mussten, saßen die rund 700 Menschen in dem havarierten ICE drei Stunden fest - und das ab dem Abend im Dunkeln. Ein Passagier schilderte der "Bild"-Zeitung: "Das Licht fiel aus, die Toiletten liefen voll." Bahn-Angestellte hätten Wasser verteilt, aber zu wenig.

Eine andere Mitreisende berichtete der Deutschen Presse-Agentur, eine Frau habe Platzangst im Dunkeln bekommen. Zu einer Massenpanik sei es aber nicht gekommen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Kurz nach 20 Uhr konnten die Passagiere dann in einen Ersatz-ICE umsteigen - und ihre Fahrt Richtung Hamburg fortsetzen. (mgb/dpa)

Die Bahn bleibt wie schon im Vorjahr mit ihrer Preiserhöhung unterhalb der Inflationsrate. Doch das ist ein Durchschnittswert. Ein Teil der Reisenden muss spürbar mehr zahlen als bisher.