(kle/mac) Gleich zwei peinliche Pannen beschäftigen derzeit den Bundesnachrichtendienst (BND). Streng geheime Baupläne sind verschwunden, und ein hochrangiger Mitarbeiter soll über seinen Dienst-Computer Pornos bestellt haben. Das meldet morgenpost.de.

Die wichtigen Pläne enthalten streng vertrauliche Informationen zum Neubau der BND-Zentrale in Berlin. Es handelt sich bei dem Projekt um die modernste Geheimdienstzentrale Europas. Ausgerechnet der Teil der Unterlagen, der sich mit der Technik- und Logistikzentrale befasst, ist abhanden gekommen. Für Kriminelle halten die Pläne jede Menge interessanter Informationen bereit: In den Plänen sind Notausgänge vermerkt, Schleusen, Alarmanlagen und Antiterroreinrichtungen. Außerdem geht aus den Unterlagen die Dicke der Decken und Türen sowie die Lage vorhandener Kabelschächte hervor. Laut BND sollen die Pläne vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung unerlaubt weitergegeben worden sein.

Unerlaubt war auch die private Nutzung eines Dienst-Computers. Ein hochrangiger Mitarbeiter, der als enger Vertrauter des BND-Präsidenten Ernst Uhrlau gilt, soll sich vom Büro aus Pornofilme bestellt haben. Wegen möglicher Cyberattacken ist es Mitarbeitern strengstens verboten, ihre Rechner privat zu nutzen. Der fragliche Mitarbeiter war bereits im März den BND-IT-Spezialisten aufgefallen. Er soll damals nicht nur über Ebay eingekauft, sondern auch pornografische Seiten aufgerufen haben.