Arabische Clans versuchen offenbar, die Polizei zu unterwandern. Die Deutsche Polizeigewerkschaft spricht von "deutlichen Hinweisen" auf solche Versuche und fordert eine Reaktion.

Weitere aktuelle News finden Sie hier

Arabische Großfamilien versuchen nach Darstellung der Deutschen Polizeigewerkschaft, in Berlin gezielt Angehörige in den öffentlichen Dienst einzuschleusen.

Es gebe "deutliche Hinweise" auf einen solchen strategischen Ansatz, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Dazu versuchten sie, "bestimmte Familienangehörige von Straftaten frei zu halten", um sie dann im öffentlichen Dienst unterbringen zu können.

"Die haben natürlich ein ganz vitales Interesse daran, genau zu wissen, wo und wie Staat funktioniert, wie Polizei tickt, wann Durchsuchungen stattfinden." Hier müsse man genau aufpassen. Andererseits dürfe aber auch niemand nur wegen seines Namens von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen werden.

Polizeigewerkschafter spricht von Einzelfällen

Der Verdacht, dass kriminelle Clans die Polizei zu unterwandern versuchen, war in den vergangenen Tagen im Zuge der Vorwürfe gegen die Berliner Polizeiakademie laut geworden.

Demnach sollen dort Polizeischüler mit Migrationshintergrund durch Hass, Lernverweigerung und Gewalt in einer Klasse aufgefallen sein. An diesem Mittwoch befasst sich der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses in einer Sondersitzung mit den Vorwürfen.

Polizeigewerkschafter Pfalzgraf sprach von "Einzelfällen", denen man aber nachgehen müsse. "Die Wahrheit muss auf den Tisch", sagte er und betonte zugleich: "Zu weit über 90 Prozent läuft die Ausbildung reibungslos."

Pfalzgraf sprach sich dafür aus, die Einstellungskriterien für die Polizei zu überprüfen. Die Vorwürfe gegen die Polizeiakademie sollten nicht von dieser selbst, sondern von einer Taskforce aufgeklärt werden.

Schockierender Vorfall in Ismaning bei München: Ein 30 Jahre alter Mann misshandelt seine Ehefrau vor laufender Kamera, die Eltern des Opfers müssen alles mit ansehen. Das Ziel des Täters: versprochenes Geld zu erpressen.


© dpa