• Die Polizei in Magdeburg hat eine Feier von etwa 500 stark alkoholisierten Fußballfans mit einem Wasserwerfer-Einsatz beendet.
  • Die Fans hatten am Sonntag mit viel Pyrotechnik den Zweitliga-Aufstieg des 1. FC Magdeburg gefeiert.

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Mit einem Wasserwerfereinsatz hat die Polizei in Magdeburg eine Feier von etwa 500 stark alkoholisierten Fußballfans beendet, die am Sonntag mit viel Pyrotechnik den Zweitliga-Aufstieg des 1. FC Magdeburg gefeiert haben. Nachdem auf dem Hasselbachplatz in der Nähe des Bahnhofs wiederholt Feuerwerkskörper gezündet worden seien, habe man sich entschieden, den Wasserwerfer zum Einsatz zu bringen, sagte ein Polizeisprecher am Abend. 27 Menschen seien Polizisten gegenüber gewalttätig geworden. Es habe Angriffe mit Flaschen, Steinen und Pyrotechnik gegeben.

Fanhilfe Magdeburg kritisiert Vorgehen der Polizei scharf

Die Fanhilfe Magdeburg kritisierte am Montag das Vorgehen der Polizei. "Während die Polizei am Stadion auf Zurückhaltung und Deeskalation gesetzt hat, wurden Fans an verschiedenen Orten im Stadtgebiet mit einem martialischen Polizeiaufgebot drangsaliert", hieß es in einer Stellungnahme. Statt auch dort mit bürgernahen, zurückhaltenden Polizeikräften zu agieren, habe die Polizei der nach Auffassung der Fanhilfe friedlichen Aufstiegsfeier "einen bitteren Beigeschmack verliehen".

Der Polizei zufolge hatte im Bereich Große Diesdorfer Straße eine Gruppe von etwa 90 Menschen die Straße blockiert und zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet. Dies beendete die Polizei ebenfalls. Am späten Sonntagabend wurden Ermittlungsverfahren etwa wegen des Verdachts der Sachbeschädigung sowie des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Mindestens eine Polizeibeamtin wurde verletzt. (sbi/dpa)