Zahlreichen Städten in Südasien droht in den kommenden Tagen ein gewaltiger Tropensturm.

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Das Militär in Pakistan hat laut Behörden am Montag mit der Evakuierung von rund 100 000 Menschen an einigen Küstenabschnitten begonnen. Die Ankunft des Zyklons Biparjoy werde in den kommenden zwei oder drei Tagen erwartet, teilte der Ministerpräsident der südlichen Provinz Sindh, Murad Ali Shah, der Deutschen Presse-Agentur mit.

Auch in der Millionenstadt Karachi, Hauptstadt von Sindh, gebe es demnach bereits Evakuierungen. Die Behörden haben zudem ein Verbot zum Baden und Fischen im Meer ausgehängt. Krankenhäuser und Rettungsdienste seien in hoher Alarmbereitschaft.

Mit einer erwarteten Geschwindigkeit von bis zu 200 Kilometern pro Stunde und begleitet von schweren Niederschlägen sei Biparjoy der schwerste Zyklon, der Pakistan seit 25 Jahren treffen werde, so Sardat Safaraz, Chefmeteorologe des pakistanischen Meteorologie-Instituts (Pakistan Meteorological Department). Der Zyklon könne zudem die Intensität des ankommenden Monsuns in Pakistan verstärken.

Im vergangenen Jahr stand nach ungewöhnlich heftigem Monsunregen zeitweise ein Drittel des Landes unter Wasser. Experten machen den Klimawandel für die steigende Zahl an Wetterextremen in Pakistan verantwortlich. Das südasiatische Land gehört zu den Ländern, die am meisten von der Klimakrise betroffen sind, obwohl es selbst kaum zu den weltweiten CO2-Emissionen beigetragen hat.  © dpa

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