Seit dem 26. März wird die dänische Studentin Olivia Ostergaard in der Schweiz vermisst. Die Zuger Polizei fahndet mit Hilfe der Zürcher Kantonspolizei und Freiwilligen aus der Bevölkerung nach der jungen Frau - bislang jedoch ohne Erfolg. Nun soll die Suche fortgesetzt werden.

Wo ist Olivia Ostergaard? Seit dem 26. März gilt die dänische Studentin in der Schweiz als vermisst. Die Zuger Polizei steht vor einem Rätsel, dass sich einfach nicht auflösen möchte. Denn von der 20-Jährigen fehlt jede Spur. Trotzdem wollen die Suchtrupps ihre Arbeit fortsetzen, wie Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, sagt.

Seit zwei Wochen sucht die Polizei Zug nach einer jungen Dänin. Olivia Ostergaard verließ ihre Wohnung am Morgen und begab sich vermutlich auf den Weg zur Uni Zürich. Dort ist sie laut ihren Mitstudenten allerdings nie angekommen - über ihr Mobiltelefon ist die 20-Jährige seitdem ebenfalls nicht mehr erreichbar.

Bei der Polizei wie auch der Zuger Bevölkerung sorgt der Fall Olivia für Beunruhigung. Bisherige Hinweise auf ihren möglichen Aufenthaltsort führten ins Leere. Bilder einer Überwachungskamera vom SBB-Bahnhofsgelände hätten möglicherweise Aufschluss darüber geben können, welchen Weg die Studentin am Tag ihres Verschwindens einschlug. Doch die Polizei hatte es verpasst, innerhalb 72 Stunden die Videoaufnahmen vom Bahnhofsgelände anzufordern. Nach diesem Zeitraum wird das Material automatisch gelöscht.

Bisherige Suche bleibt erfolglos

Großräumige Suchen der Polizei rund um den Wohnort der Vermissten in Zug und im Chollerdelta, sowie Reviersuchen um die angrenzenden Tobel und die Wege hin zum Stadtzentrum lieferten keine Hinweise zu Olivias Verbleib.

Auch die Uferzonen des Zugersees und des Ägerisees wurden bereits intensiv mit Booten und Helikoptern abgesucht. Doch selbst das Absuchen des Seegrundes mit einer Unterwasserkamera blieb bisher erfolglos. Die Studentin bleibt verschollen. In den kommenden Tagen wird die Suche weitergeführt. Daneben tätigen die Einsatzkräfte verschiedene Abklärungen und nehmen weitere Befragungen vor.

Mittlerweile wird die Polizei bei ihrer Suche auch von Spezialisten der Kantonspolizei Zürich und von Privatpersonen unterstützt, die sich zu Suchgruppen zusammengeschlossen haben. Da die Polizei sich allerdings nicht um die Koordination dieser Helfer kümmern kann, werden Suchende gebeten, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Gewässer und ungesicherte Gelände werden deshalb weiterhin intensiv von den Zuger Beamten selbst durchkämmt.

War Olivia suizidgefährdet?

Laut einer Mitteilung der Polizei kann ein Suizid von Olivia Ostergaard im Zugersee zum aktuellen Zeitpunkt der Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden. Polizeisprecher Marcel Schlatter gibt an, dass es durchaus Hinweise auf einen Selbstmord gibt. Doch nähere Angaben wurden zu dieser Theorie bisher keine veröffentlicht.